"Nick! Was machst du denn hier?", frage ich erstaunt.Er grinst und sagt: "Ich hab meinen kleinen Bruder zur Nachhilfe gebracht."
Untätig stehe ich rum und weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist nicht so, dass ich sprachlos bin, weil ich vor so einem hübschen Jungen stehe, der mich ganz offensichtlich mag. Es liegt eher daran, dass ich ihn auch mag. Und das ist schlecht. Sehr schlecht.
Schließlich ergreift er das Wort. "Hast du Lust, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?"
"Klar, gerne." - Hätte ich sagen sollen. Stattdessen drehe ich mich wie von selbst zur Tür, sage: "Ich habe Nachhilfe" und schlüpfe in den Raum.
Seine klaren blauen Augen, in denen ein Enttäuschung liegt, die wunderschönen, weichen Lippen zu einem schmalen Strich zusammengepresst - so stelle ich mir seinen Gesichtsaudruck jedenfalls vor, ist alles, was meine Augen sehen. Ab und zu schafft es mein Lehrer, irgendwelche pythagoreische Zahlenkombinationen zu mir durch zu bringen, aber das ist nichts, womit er arbeiten kann.
Dank seiner Diskretion fragt er nicht, was los ist, sondern schickt mich mit der Bitte nach Hause, ich solle mich erst mal ausschlafen.
Während ich meine Tasche packe, schweifen meine Gedanken schon wieder ab. Was zum Teufel ist nur los mit mir?! Ich habe einen Freund, verdammt noch mal.
Wütend stoße ich die Tür auf und renne dabei fast Nick über den Haufen.
"Du bist immer noch hier?"
Wer Liebe sät. .
Sunday, April 1, 2012
Tuesday, March 20, 2012
Kapitel 7 :)
Mein Milchshake ist salzig. Ich hätte wohl besser aufpassen sollen, wohin die Tränen tropfen. Ach, jetzt ist eh alles egal. Resigniert schiebe ich das Glas weg.
"Und du bist die wirklich ganz sicher, dass es Sam war?", fragt mich Liz, immer noch schockiert von der Geschichte, die ich ihr eben aufgetischt habe.
"Liz. Ich werde den Jungen, mit dem ich schon fast 3 Monate zusammen bin, doch wohl erkennen, wenn ich ihn sehe."
"Ach shit. Wieso macht der sowas nur?", fragt sie zerknirscht.
"Wenn ich das wüsste, säße ich nicht hier.", antworte ich und schaue auf die Wanduhr über Liz's Kopf. "Oh mann, ich muss gehen, ich hab doch schon seit zehn Minuten Nachhilfe!"
Schnell packe ich meine Jacke, gebe meiner besten Freundin einen Kuss auf die Wange und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.
......................................................................................
Keuchend stoße ich die Tür zu dem Gebäude auf, in dem ich Nachhilfe in Mathe bekomme. Ich bin noch völlig außer Atem, weil ich den ganzen Weg bis hierhin gerannt bin. Im Foyer angekommen, will ich gerade in den Raum 10 eintreten, in dem Herr Hoffmann auf mich wartet, als sich Tür 2 öffnet und der Junge aus dem Kino herauskommt.
"Und du bist die wirklich ganz sicher, dass es Sam war?", fragt mich Liz, immer noch schockiert von der Geschichte, die ich ihr eben aufgetischt habe.
"Liz. Ich werde den Jungen, mit dem ich schon fast 3 Monate zusammen bin, doch wohl erkennen, wenn ich ihn sehe."
"Ach shit. Wieso macht der sowas nur?", fragt sie zerknirscht.
"Wenn ich das wüsste, säße ich nicht hier.", antworte ich und schaue auf die Wanduhr über Liz's Kopf. "Oh mann, ich muss gehen, ich hab doch schon seit zehn Minuten Nachhilfe!"
Schnell packe ich meine Jacke, gebe meiner besten Freundin einen Kuss auf die Wange und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.
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Keuchend stoße ich die Tür zu dem Gebäude auf, in dem ich Nachhilfe in Mathe bekomme. Ich bin noch völlig außer Atem, weil ich den ganzen Weg bis hierhin gerannt bin. Im Foyer angekommen, will ich gerade in den Raum 10 eintreten, in dem Herr Hoffmann auf mich wartet, als sich Tür 2 öffnet und der Junge aus dem Kino herauskommt.
Monday, February 27, 2012
Kapitel 6 :)
Ich stütze meine Arme auf dem Beckenrand ab. In letzter Zeit bin ich wegen Sam nur noch fertig. Irgendwie behandelt er mich schon richtig mies. Doch dann ist er auch wieder so unglaublich süß und toll. Ach ich weiß auch nicht..
Die Klotür geht auf. Hastig richte ich mich auf und zupfe mein Oberteil zurecht. Wenn - oh. ich weiß nicht mal ihren Namen. Aber egal, wenn sie jetzt reinkommt und sieht, dass ich schon wieder dabei bin, meinen Lidstrich zu zerstören, kriegt sie eine Krise.
Doch es ist nur eine alte Frau, die mich seltsam anstarrt. Ich schaue schräg zurück und sie wendet schnell den Blick ab. Wie ich es liebe, fremde Menschen zu verunsichern.
Da fällt mir ein, dass ich schon längst bei Liz sein sollte. Ich stoße die Tür auf und renne hinaus, nur um abrupt stehen zu bleiben. Fünf Meter von mir entfernt steht das Mädchen von eben. Doch das ist nicht das Problem, es liegt eher daran, dass ein Junge seinen Arm um sie gelegt hat, der mir bekannt vorkommt. SEHR bekannt sogar. Dieser Junge sieht verdächtig nach meinem Freund aus!
Ich will schon komplett ausrasten, da flüstert eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf mir zu, ich solle mich beruhigen. Von hinten sehen viele Jungs aus wie Sam. Sehr viele sogar. Alle haben diese goldblonden verwuschelten Surfer-Haare, alle haben einen schwarzen Tunnel im linken Ohr und jeder hat diesen Pulli mit dem Logo seiner Lieblingsband, den ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe! Das ist verdammt noch mal Sam!
Doch bevor ich anfangen kann Ausdrücke zu kreischen und meinen Schuh nach ihm zu werfen, meldet sich diese nervige Stimme schon wieder. Kleinlaut zwar, aber immer noch hörbar. Sie flüstert, dass sie bestimmt nur eine Bekannte ist, eine flüchtige Freundin, die er hier getroffen hat, als alle seine Kumpels auf einmal auf dem Klo waren.
Natürlich. Ich atme tief durch. So muss es ein. Es kann gar nicht anders sein. Gerade habe ich mich mit dieser offensichtlichen Lüge angefreundet und will einen Schritt auf die beiden zumachen, als er sich doch tatsächlich zu ihr rüberbeugt und sie küsst.
Die Klotür geht auf. Hastig richte ich mich auf und zupfe mein Oberteil zurecht. Wenn - oh. ich weiß nicht mal ihren Namen. Aber egal, wenn sie jetzt reinkommt und sieht, dass ich schon wieder dabei bin, meinen Lidstrich zu zerstören, kriegt sie eine Krise.
Doch es ist nur eine alte Frau, die mich seltsam anstarrt. Ich schaue schräg zurück und sie wendet schnell den Blick ab. Wie ich es liebe, fremde Menschen zu verunsichern.
Da fällt mir ein, dass ich schon längst bei Liz sein sollte. Ich stoße die Tür auf und renne hinaus, nur um abrupt stehen zu bleiben. Fünf Meter von mir entfernt steht das Mädchen von eben. Doch das ist nicht das Problem, es liegt eher daran, dass ein Junge seinen Arm um sie gelegt hat, der mir bekannt vorkommt. SEHR bekannt sogar. Dieser Junge sieht verdächtig nach meinem Freund aus!
Ich will schon komplett ausrasten, da flüstert eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf mir zu, ich solle mich beruhigen. Von hinten sehen viele Jungs aus wie Sam. Sehr viele sogar. Alle haben diese goldblonden verwuschelten Surfer-Haare, alle haben einen schwarzen Tunnel im linken Ohr und jeder hat diesen Pulli mit dem Logo seiner Lieblingsband, den ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe! Das ist verdammt noch mal Sam!
Doch bevor ich anfangen kann Ausdrücke zu kreischen und meinen Schuh nach ihm zu werfen, meldet sich diese nervige Stimme schon wieder. Kleinlaut zwar, aber immer noch hörbar. Sie flüstert, dass sie bestimmt nur eine Bekannte ist, eine flüchtige Freundin, die er hier getroffen hat, als alle seine Kumpels auf einmal auf dem Klo waren.
Natürlich. Ich atme tief durch. So muss es ein. Es kann gar nicht anders sein. Gerade habe ich mich mit dieser offensichtlichen Lüge angefreundet und will einen Schritt auf die beiden zumachen, als er sich doch tatsächlich zu ihr rüberbeugt und sie küsst.
Monday, February 6, 2012
Kapitel 5 :)
Mit zittriger Hand versuche ich schon zum dritten Mal, meinen Lidstrich zu ziehen, als die Tür aufgeht. Ein wirklich verdammt hübsches Mädchen mit langen brauen Haaren kommt herein. Zuerst sieht sie mich unschlüssig an, doch dann fragt sie: "Alles okay bei dir?"
Na toll. Jetzt merken schon wildfremde Mädchen, wie scheiße es mir geht.
"Kümmer dich um deinen eigenen Dreck.", sage ich gereizt.
Mit einer abwehrenden Geste verschwindet sie in einer Kabine und ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Sie wollte doch nur nett sein und ich gifte sie an.
Nach einiger Zeit kommt sie wieder aus der Kabine und stellt sich seufzend neben mich vor den Spiegel.
"Wenn es wegen einem Jungen ist, merk dir eins. Wenn er dich verlassen hat, dann ist er ein beschissener Bastard und hat dich eh nicht verdient. Und wenn du gleich ein Date hast, dann brauchst du keine Angst zu haben. Denn Schätzchen, du bist wunderschön und wirst ihm komplett den Kopf verdrehen."
Ich muss für einen kurzen Moment grinsen. "Klar geht es um einen Jungen. Das tut es doch immer.."
"Ach komm, Schätzchen. Wenn ich ein Date habe, dann bin ich einfach ich selbst. Denn wenn er mich so nicht mag, dann hat er mich auch nicht verdient."
"Du kannst ja auch du selbst sein. Du bist total hübsch.", sage ich resigniert.
"Quatsch. Du doch genauso. Und jetzt gib dieses Ding her! Das kann man ja nicht mit ansehen.."
Und schon hat sie mir das kleine Fläschchen aus der Hand gerissen und macht sich an meinem Auge zu schaffen. Fünf Sekunden später schaue ich in den Spiegel und sehe einen perfekten Lidstrich.
Lachend umarme ich sie. "Danke."
Sie drückt mich kurz und ihre Mundwinkel kräuseln sich. "Ich muss jetzt aber los. Viel Glück.", meint sie zwinkernd. Dann läuft sie aus der Toilette.
Wow. Die war ja mal richtig nett. Ich wünschte, ich könnte fremde Leute auch behandeln wie meine beste Freundin. Aber ich muss ja jedes Mal, wenn ich schlechte Laune habe, alles an anderen Menschen auslassen, die nichts dafür können. Wie ich es hasse.
Na toll. Jetzt merken schon wildfremde Mädchen, wie scheiße es mir geht.
"Kümmer dich um deinen eigenen Dreck.", sage ich gereizt.
Mit einer abwehrenden Geste verschwindet sie in einer Kabine und ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Sie wollte doch nur nett sein und ich gifte sie an.
Nach einiger Zeit kommt sie wieder aus der Kabine und stellt sich seufzend neben mich vor den Spiegel.
"Wenn es wegen einem Jungen ist, merk dir eins. Wenn er dich verlassen hat, dann ist er ein beschissener Bastard und hat dich eh nicht verdient. Und wenn du gleich ein Date hast, dann brauchst du keine Angst zu haben. Denn Schätzchen, du bist wunderschön und wirst ihm komplett den Kopf verdrehen."
Ich muss für einen kurzen Moment grinsen. "Klar geht es um einen Jungen. Das tut es doch immer.."
"Ach komm, Schätzchen. Wenn ich ein Date habe, dann bin ich einfach ich selbst. Denn wenn er mich so nicht mag, dann hat er mich auch nicht verdient."
"Du kannst ja auch du selbst sein. Du bist total hübsch.", sage ich resigniert.
"Quatsch. Du doch genauso. Und jetzt gib dieses Ding her! Das kann man ja nicht mit ansehen.."
Und schon hat sie mir das kleine Fläschchen aus der Hand gerissen und macht sich an meinem Auge zu schaffen. Fünf Sekunden später schaue ich in den Spiegel und sehe einen perfekten Lidstrich.
Lachend umarme ich sie. "Danke."
Sie drückt mich kurz und ihre Mundwinkel kräuseln sich. "Ich muss jetzt aber los. Viel Glück.", meint sie zwinkernd. Dann läuft sie aus der Toilette.
Wow. Die war ja mal richtig nett. Ich wünschte, ich könnte fremde Leute auch behandeln wie meine beste Freundin. Aber ich muss ja jedes Mal, wenn ich schlechte Laune habe, alles an anderen Menschen auslassen, die nichts dafür können. Wie ich es hasse.
Monday, January 30, 2012
Kapitel 4 :)
Ich bin geschockt. Was macht Sam bitte in McDonalds?
Wütend erkläre ich ihm, dass er mich gerade wegen ein paar fettigen Burgern versetzt habe, doch er streitet alles ab.
Ich: "Was machst du denn in Mecces?"
Er: "Essen?"
Ich: "Du weißt aber schon, dass wir seit einer halben Stunde verabredet sind, oder?"
Er: "Ehm nein, sind wir nicht?"
Ich: "Doch! Wir haben doch gestern noch telefoniert."
Er: "Also ich glaube, du verwechselst da was. Aber egal, ich muss jetzt aufhören. Ich geh jetzt noch mit Phillip und Patrick ins Kino. Bis dann."
Bevor ich etwas sagen kann, legt er auf. Mir schießen Tränen in die Augen. Wie kann er mir das nur antun?
Mein Handy piept. Es ist bestimmt eine Sms von Sam, in der er sich entschuldigt! Ich tippe auf den blinkenden Briefumschlag, doch ich werde enttäuscht. Die Nachricht ist von Liz.
Starbucks. In 10 Minuten.
Ich muss lächeln. In den 7 Jahren, in denen Liz jetzt schon meine beste Freundin ist, habe ich gemerkt, dass sie immer irgendwie spürt, wenn es mir schlecht geht. Das liebe ich so sehr an ihr.
Ich sollte mich wirklich beeilen. Ich habe nämlich absolut keine Lust, gleich Sam und seinen Kumpels über den Weg zu laufen. Wenn er bei ihnen ist, benimmt er sich mir gegenüber sowieso richtig scheiße. Er hält weder meine Hand, noch umarmt oder küsst er mich. Er will vor seinen Freunden cool sein und denkt, das wäre er, wenn er seine Freundin ignoriert oder verarscht. Ich hasse das.
Ich will schon aufbrechen, als ich merke, dass meine Mascara verlaufen ist.
Seufzend stehe ich auf und gehe in Richtung Toiletten.
Wütend erkläre ich ihm, dass er mich gerade wegen ein paar fettigen Burgern versetzt habe, doch er streitet alles ab.
Ich: "Was machst du denn in Mecces?"
Er: "Essen?"
Ich: "Du weißt aber schon, dass wir seit einer halben Stunde verabredet sind, oder?"
Er: "Ehm nein, sind wir nicht?"
Ich: "Doch! Wir haben doch gestern noch telefoniert."
Er: "Also ich glaube, du verwechselst da was. Aber egal, ich muss jetzt aufhören. Ich geh jetzt noch mit Phillip und Patrick ins Kino. Bis dann."
Bevor ich etwas sagen kann, legt er auf. Mir schießen Tränen in die Augen. Wie kann er mir das nur antun?
Mein Handy piept. Es ist bestimmt eine Sms von Sam, in der er sich entschuldigt! Ich tippe auf den blinkenden Briefumschlag, doch ich werde enttäuscht. Die Nachricht ist von Liz.
Starbucks. In 10 Minuten.
Ich muss lächeln. In den 7 Jahren, in denen Liz jetzt schon meine beste Freundin ist, habe ich gemerkt, dass sie immer irgendwie spürt, wenn es mir schlecht geht. Das liebe ich so sehr an ihr.
Ich sollte mich wirklich beeilen. Ich habe nämlich absolut keine Lust, gleich Sam und seinen Kumpels über den Weg zu laufen. Wenn er bei ihnen ist, benimmt er sich mir gegenüber sowieso richtig scheiße. Er hält weder meine Hand, noch umarmt oder küsst er mich. Er will vor seinen Freunden cool sein und denkt, das wäre er, wenn er seine Freundin ignoriert oder verarscht. Ich hasse das.
Ich will schon aufbrechen, als ich merke, dass meine Mascara verlaufen ist.
Seufzend stehe ich auf und gehe in Richtung Toiletten.
Tuesday, January 24, 2012
Kapitel 3 :)
Er wird rot und schaut mich direkt an. Mir stockt der Atem.
Seine wunderschönen blauen Augen sind so dunkel, so klar. Sie erinnern mich an früher, als ich abends immer mit meiner Mutter auf der Terasse saß. Sie sang mir vor und ich betrachtete den wolkenlosen Sternenhimmel.
Ich hätte sie so gerne wieder.. Doch ich schlucke die Tränen hinunter. In den 5 Jahren seit dem Unfall habe ich gelernt, die Traurigkeit zu kontrollieren.
Erschrocken schaue ich zu dem Jungen, doch er scheint keine Veränderung in meinem Blick wahrgenommen zu haben.
Jetzt erst sehe ich mir ihn genauer an. Auf seinem Namensschild steht "Nick". Was für ein schöner Name. Er passt zu ihm.
Auf einmal klingelt mein Handy. Da ich noch ganz in Gedanken versunken bin, reagiere ich nicht so schnell wie Nick. Er schaut auf mein Iphone und ein Ausdruck von Enttäuschung huscht über sein Gesicht. Er schaut mich kurz verunsichert an und weicht dann meinem Blick aus.
Bevor ich etwas sagen kann, murmelt er: "Ich geh mir dann mal die Hände waschen..", und schon ist er verschwunden.
Neben mir ertönt immer noch Lady Gaga's "Born this way". Auf dem Display ist groß Sam zu sehen. Darunter steht "Schatz <3".
Ich kriege sofort ein schlechtes Gewissen. Hätte ich Nick lieber gleich sagen sollen, dass ich einen Freund habe? Nein, ich sollte mich lieber Sam gegenüber schlecht fühlen. Schließlich habe ich ja gerade fremdgeflirtet.
Endlich nehme ich an. "Hallo?"
"Was stresst du denn so? 12 Sms, 3 Anrufe, chill doch mal!", tönt es blechern in mein Ohr. Shit, die Lautsprecher meines Handys sind schon wieder kaputt.
"Wo bist du?", frage ich nur.
"In Mecces, wieso denn?"
Seine wunderschönen blauen Augen sind so dunkel, so klar. Sie erinnern mich an früher, als ich abends immer mit meiner Mutter auf der Terasse saß. Sie sang mir vor und ich betrachtete den wolkenlosen Sternenhimmel.
Ich hätte sie so gerne wieder.. Doch ich schlucke die Tränen hinunter. In den 5 Jahren seit dem Unfall habe ich gelernt, die Traurigkeit zu kontrollieren.
Erschrocken schaue ich zu dem Jungen, doch er scheint keine Veränderung in meinem Blick wahrgenommen zu haben.
Jetzt erst sehe ich mir ihn genauer an. Auf seinem Namensschild steht "Nick". Was für ein schöner Name. Er passt zu ihm.
Auf einmal klingelt mein Handy. Da ich noch ganz in Gedanken versunken bin, reagiere ich nicht so schnell wie Nick. Er schaut auf mein Iphone und ein Ausdruck von Enttäuschung huscht über sein Gesicht. Er schaut mich kurz verunsichert an und weicht dann meinem Blick aus.
Bevor ich etwas sagen kann, murmelt er: "Ich geh mir dann mal die Hände waschen..", und schon ist er verschwunden.
Neben mir ertönt immer noch Lady Gaga's "Born this way". Auf dem Display ist groß Sam zu sehen. Darunter steht "Schatz <3".
Ich kriege sofort ein schlechtes Gewissen. Hätte ich Nick lieber gleich sagen sollen, dass ich einen Freund habe? Nein, ich sollte mich lieber Sam gegenüber schlecht fühlen. Schließlich habe ich ja gerade fremdgeflirtet.
Endlich nehme ich an. "Hallo?"
"Was stresst du denn so? 12 Sms, 3 Anrufe, chill doch mal!", tönt es blechern in mein Ohr. Shit, die Lautsprecher meines Handys sind schon wieder kaputt.
"Wo bist du?", frage ich nur.
"In Mecces, wieso denn?"
Monday, January 23, 2012
Kapitel 2 :)
Also sitze ich hier, mal wieder versetzt, und stopfe zuckrigen kalorienreichen Süßkram in mich hinein. Wegen ihm werde ich noch fett! Da braucht er sich nicht wundern, dass ich mich aufrege, wenn er zu mir sagt, ich solle mal wieder mit ihm ins Fitnessstudio gehen.
Ich nehme erneut mein Handy. Immer noch keine Antwort. Also schicke ich ihm bestimmt schon zum zehnten Mal die gleiche Sms: "Wo bist du?!"
Ich lege es weg, greife jedoch gleich wieder danach. Ich drücke die Zwei, die Kurzwahltaste für Sam. Es tutet. Nach fast zwei Minuten geht die Mailbox ran und ich lege auf. Wütend knalle ich mein Iphone auf den Tisch und stoße dabei aus Versehen meine Popcorntüte um. Sie fällt auf den Boden und der Inhalt verteilt sich über den ganzen dunkelblauen Sternchenteppich. Auch das noch!
Fluchend bücke ich mich und fange an, das Popcorn aufzusammeln. Igitt! Das ganze Karamellzeug klebt am Boden fest.
"Beschissene Scheiße!", zische ich und versuche vergebens, die klebrige Masse wegzukratzen.
Plötzlich tauchen vor mir zwei große Hände auf, die schnell und gekonnt das Popcorn von den Teppichfasern pflücken. Ich blicke auf und sehe, dass die Hände zu einem Jungen gehören, der ein dunkelblaues Arbeitsshirt mit dem Logo des Kinos trägt. Er ist etwa in meinem Alter, vielleicht ein, zwei Jahre älter.
Ich bemerke erst, dass ich ihn immer noch anstarre, als er mich anguckt, grinst und sagt: "Fertig."
Wow! Wirklich, das ganze Popcorn ist wieder in der Tüte.
"Wie hast du das so schnell hingekriegt?", frage ich ihn erstaunt.
"Routine. Aber meistens verschütten kleine Kinder ihr Popcorn, und keine hübschen Mädchen."
Ich werde rot, bekomme dann aber sofort ein schlechtes Gewissen wegen Sam. Als räuspere ich mich und sage: "Ähm.. Ich bin halt sehr.. ungeschickt."
"Ein bisschen." Er lacht und fährt ich durch die Haare, wobei er das ganze Karamell von seinen Fingern in seinen blonden Wuschelschopf schmiert.
Als er bemerkt, dass etwas nicht stimmt, stutzt er, schaut seine Hände an und verzieht das Gesicht. "
Scheiße."
Ich nehme erneut mein Handy. Immer noch keine Antwort. Also schicke ich ihm bestimmt schon zum zehnten Mal die gleiche Sms: "Wo bist du?!"
Ich lege es weg, greife jedoch gleich wieder danach. Ich drücke die Zwei, die Kurzwahltaste für Sam. Es tutet. Nach fast zwei Minuten geht die Mailbox ran und ich lege auf. Wütend knalle ich mein Iphone auf den Tisch und stoße dabei aus Versehen meine Popcorntüte um. Sie fällt auf den Boden und der Inhalt verteilt sich über den ganzen dunkelblauen Sternchenteppich. Auch das noch!
Fluchend bücke ich mich und fange an, das Popcorn aufzusammeln. Igitt! Das ganze Karamellzeug klebt am Boden fest.
"Beschissene Scheiße!", zische ich und versuche vergebens, die klebrige Masse wegzukratzen.
Plötzlich tauchen vor mir zwei große Hände auf, die schnell und gekonnt das Popcorn von den Teppichfasern pflücken. Ich blicke auf und sehe, dass die Hände zu einem Jungen gehören, der ein dunkelblaues Arbeitsshirt mit dem Logo des Kinos trägt. Er ist etwa in meinem Alter, vielleicht ein, zwei Jahre älter.
Ich bemerke erst, dass ich ihn immer noch anstarre, als er mich anguckt, grinst und sagt: "Fertig."
Wow! Wirklich, das ganze Popcorn ist wieder in der Tüte.
"Wie hast du das so schnell hingekriegt?", frage ich ihn erstaunt.
"Routine. Aber meistens verschütten kleine Kinder ihr Popcorn, und keine hübschen Mädchen."
Ich werde rot, bekomme dann aber sofort ein schlechtes Gewissen wegen Sam. Als räuspere ich mich und sage: "Ähm.. Ich bin halt sehr.. ungeschickt."
"Ein bisschen." Er lacht und fährt ich durch die Haare, wobei er das ganze Karamell von seinen Fingern in seinen blonden Wuschelschopf schmiert.
Als er bemerkt, dass etwas nicht stimmt, stutzt er, schaut seine Hände an und verzieht das Gesicht. "
Scheiße."
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