Doch irgendwann müssen wir auch mal wieder aufhören, und so rücke ich ein Stück von ihm weg, seufze und sage : "Ich muss heim, meine Mum weiß garnicht, wo ich bin.."
Er nickt und zieht mich weiter bis zum Park-Ausgang. Zum Glück habe ich die Adresse unseres neuen Hauses in mein Handy eingespeichert, sonst wär ich niemals wieder heimgekommen, weil Berlin einfach so riesig ist!
Als wir vor der Bruchbude stehen, streicht mir Raphael die Haare aus dem Gesicht, gibt mir einen Kuss auf den Mund und flüstert: "Schlaf gut mein Engel."
Schon ist er verschwunden und ich stehe alleine im Dunkel. Ich atme tief durch, taste mich vor zur Tür und klopfe zaghaft. Nach einiger Zeit wird die Tür aufgerissen, Torben schaut mich grimmig an und blafft: "Na, kommt die feine Dame auch mal wieder heim?!"
Ich schubse ihn zur Seite und renne in mein Zimmer. Dort liegt meine kleine Schwester schon auf einer Matratze auf dem Boden. Wir müssen uns das Zimmer teilen, weil das Haus nicht groß genug für uns alle ist.
Als ich reinkomme, schreckt sie auf und murmelt. "Marie, wo warst du?" Ich mache: "Pschhhht." und sage ihr, sie soll weiterschlafen. Leise gehe ich ins Bad, um mich abzuschminken und für die Nacht zu richten, als aus Raphaels Pulli ein Zettel fällt..
Bitte Werbung machen :)
Das nächste Kapitel gibts morgen bei 200 Klicks ;*
Wednesday, November 30, 2011
Kapitel 6 :)
Wir bleiben schwer atmend, vom Rennen und vom Lachen, unter einer großen Weide stehen. Raphael sieht mich an, nimmt meine Hände und sagt: "Du bist etwas ganz Besonderes, weißt du das?" Ich werde rot und senke verlegen den Blick. Er hebt sanft mein Kinn an, sodass ich ihn ansehen muss. Er schaut mich erwartungsvoll an. Ich stammele: "Ä-ääh ja, du auch.. ehm.. danke.. o-oder so.." und ruiniere damit vollkommen den Augenblick. Um seine Augen bilden sich Lachfältchen und er grinst sein zauberhaft spitzbübisches Lächeln. "Du weißt echt, wie man alles Romantische zunichte macht. Aber das macht dich sogar noch süßer.", sagt er, beugt sich zu mir runter und küsst mich.
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, schließe die Augen und erwidere den Kuss. Seine Lippen sind weich und warm. Nach einer Weile löst er seine Lippen von meinen. Ich öffne die Augen und stoße ein atemloses: "Wow." hervor. Er lacht, beugt sich erneut vor und küsst mich auf den Scheitel. Ganz vorsichtig, als wäre ich aus Porzellan. "Der Regen lässt nach. Ich sollte dich besser nach Hause bringen, bevor es dunkel wird."
Oh mein Gott, Marie, dieser Junge ist einfach nur perfekt, versau es bitte nicht, schießt mir durch den Kopf.
Also verzichte ich darauf, mich ihm an den Hals zu schmeißen und: "Heirate mich!" zu schreien, und sage stattdessen leise: "Kay.."
Den ganzen Nachhauseweg muss ich grinsen wie ein Honigkuchenpferd und ich zittere wie verrückt, obwohl mir gar nicht kalt ist. Muss wohl an der Aufregung und am Verliebtsein liegen. Ich war noch nie verliebt, deshalb weiß ich nicht, ob das womöglich die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" sein könnten, aber egal. Auf jeden Fall ist es mir echt peinlich, so zu zittern, weil Raphael ganz dicht neben mir geht und meine Hand hält. Er bemerkt es und fragt mich, ob mir kalt ist. Ich schüttele den Kopf, aber er zieht trotzdem seinen Pulli aus und hält ihn mir hin.Jetzt hat er nur noch ein schwarzes V-Ausschnitt-Shirt an und darunter zeichnen sich seine Muskeln ab. Meine Güte, ich fang ja gleich an zu sabbern! :D
Ich sage: "Nein, mir ist wirklich nicht kalt!" Doch er besteht darauf und so ziehe ich an. Er riecht nach ihm, nach einer Mischung aus seinem Parfüm und seinem eigenen Körpergeruch.
"Ist dir jetzt nicht kalt? Wir haben November!"
"Du kannst mich ja wärmen.", schlägt er grinsend vor.
Ich drehe mich zu ihm, schlinge die Arme um ihn und küsse ihn. Er murmelt: "Schon viel besser.."
Und so küssen wir uns mitten auf dem Weg im Park, während langsam die Dämmerung hereinbricht.
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, schließe die Augen und erwidere den Kuss. Seine Lippen sind weich und warm. Nach einer Weile löst er seine Lippen von meinen. Ich öffne die Augen und stoße ein atemloses: "Wow." hervor. Er lacht, beugt sich erneut vor und küsst mich auf den Scheitel. Ganz vorsichtig, als wäre ich aus Porzellan. "Der Regen lässt nach. Ich sollte dich besser nach Hause bringen, bevor es dunkel wird."
Oh mein Gott, Marie, dieser Junge ist einfach nur perfekt, versau es bitte nicht, schießt mir durch den Kopf.
Also verzichte ich darauf, mich ihm an den Hals zu schmeißen und: "Heirate mich!" zu schreien, und sage stattdessen leise: "Kay.."
Den ganzen Nachhauseweg muss ich grinsen wie ein Honigkuchenpferd und ich zittere wie verrückt, obwohl mir gar nicht kalt ist. Muss wohl an der Aufregung und am Verliebtsein liegen. Ich war noch nie verliebt, deshalb weiß ich nicht, ob das womöglich die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" sein könnten, aber egal. Auf jeden Fall ist es mir echt peinlich, so zu zittern, weil Raphael ganz dicht neben mir geht und meine Hand hält. Er bemerkt es und fragt mich, ob mir kalt ist. Ich schüttele den Kopf, aber er zieht trotzdem seinen Pulli aus und hält ihn mir hin.Jetzt hat er nur noch ein schwarzes V-Ausschnitt-Shirt an und darunter zeichnen sich seine Muskeln ab. Meine Güte, ich fang ja gleich an zu sabbern! :D
Ich sage: "Nein, mir ist wirklich nicht kalt!" Doch er besteht darauf und so ziehe ich an. Er riecht nach ihm, nach einer Mischung aus seinem Parfüm und seinem eigenen Körpergeruch.
"Ist dir jetzt nicht kalt? Wir haben November!"
"Du kannst mich ja wärmen.", schlägt er grinsend vor.
Ich drehe mich zu ihm, schlinge die Arme um ihn und küsse ihn. Er murmelt: "Schon viel besser.."
Und so küssen wir uns mitten auf dem Weg im Park, während langsam die Dämmerung hereinbricht.
Tuesday, November 29, 2011
Kapitel 6 :)
"Ist das etwa deine Art, dich bei jemandem zu bedanken? Ihn so lange mustern, bis er freiwillig wieder geht?", sagt er und grinst mich an. Ich muss lachen und erwidere: "Nein, aber ich konnte es bisher auch noch nicht üben, weil ich normalerweise bezahle, wenn ich in einem Café etwas trinke."
Seine Augen blitzen auf. "Dann ist es wohl Schicksal, dass du dich gerade heute dazu entscheidest, es nicht zu tun, oder?"
Ich lächle ihn an und nicke.
Er fragt: "Und was krieg ich als der Held der Situation für eine Belohnung?"
"Auf einen Kaffee kann ich dich schlecht einladen, nicht wahr?", antworte ich.
Er schmunzelt. "Dein Name reicht aufs Erste ;D." Ich werde rot und nuschele verlegen: "Marie.."
"Marie.." Als ich meinen Namen aus seinem Mund höre, halte ich ihn für den Schönsten der Welt. "Hast du ein bisschen Zeit?", fragt er mich, während er mir in die Augen schaut. Ich kann nur nicht sprechen, also nicke ich nur, und so führt er mich in den Park. Während wir nebeneinander langsam auf dem Kiesweg laufen, erzähle ich ihm von mir. Ich erzähle ihm, warum ich hier in Berlin bin und dass ich noch niemanden kenne, wie mein früheres Leben war und einiges mehr. Die meiste Zeit schweigt er und hört nur zu, aber ab und zu kann ich ihm sogar auch eine kleine Information über ihn herauslocken. So erfahre ich zum Beispiel, dass er Raphael heiß, aus Berlin-Mitte kommt und in Charlottenburg auf einem Skateplatz war. Und so reden und reden und reden wir, bis es auf einmal anfängt zu regnen. "Pass auf, das habe ich früher immer gemacht, wenn es geregnet hat.", erklärt er mir, bleibt stehen, legt seinen Kopf in den Nacken, öffnet den Mund weit und lässt den Reden hineinprasseln. Ich muss lachen, er lässt sich von mir anstecken und lacht laut mit. er nimmt meine Hand und zieht mich weiter. Und so rennen wir gemeinsam, lachend, Hand in Hand unter den nächsten Baum.
Seine Augen blitzen auf. "Dann ist es wohl Schicksal, dass du dich gerade heute dazu entscheidest, es nicht zu tun, oder?"
Ich lächle ihn an und nicke.
Er fragt: "Und was krieg ich als der Held der Situation für eine Belohnung?"
"Auf einen Kaffee kann ich dich schlecht einladen, nicht wahr?", antworte ich.
Er schmunzelt. "Dein Name reicht aufs Erste ;D." Ich werde rot und nuschele verlegen: "Marie.."
"Marie.." Als ich meinen Namen aus seinem Mund höre, halte ich ihn für den Schönsten der Welt. "Hast du ein bisschen Zeit?", fragt er mich, während er mir in die Augen schaut. Ich kann nur nicht sprechen, also nicke ich nur, und so führt er mich in den Park. Während wir nebeneinander langsam auf dem Kiesweg laufen, erzähle ich ihm von mir. Ich erzähle ihm, warum ich hier in Berlin bin und dass ich noch niemanden kenne, wie mein früheres Leben war und einiges mehr. Die meiste Zeit schweigt er und hört nur zu, aber ab und zu kann ich ihm sogar auch eine kleine Information über ihn herauslocken. So erfahre ich zum Beispiel, dass er Raphael heiß, aus Berlin-Mitte kommt und in Charlottenburg auf einem Skateplatz war. Und so reden und reden und reden wir, bis es auf einmal anfängt zu regnen. "Pass auf, das habe ich früher immer gemacht, wenn es geregnet hat.", erklärt er mir, bleibt stehen, legt seinen Kopf in den Nacken, öffnet den Mund weit und lässt den Reden hineinprasseln. Ich muss lachen, er lässt sich von mir anstecken und lacht laut mit. er nimmt meine Hand und zieht mich weiter. Und so rennen wir gemeinsam, lachend, Hand in Hand unter den nächsten Baum.
Kapitel 5 :)
Eine tiefe Stimme, warm und weich wie flüssiger Honig, sagt hinter mir: "Wir sind verabredet. Ich habe sie eingeladen, deshalb hat sie kein Geld dabei. Ich habe mich verspätet, tut mir leid."
Die Kellnerin schaut die Person, zu der die Hand gehört an, blinzelt mindestens fünfmal und stottert: "ä-ääh, es tut mir.. Entschuldigung.. ich wusste nicht..". Sie starrt uns noch fünf Sekunden lang an, macht auf dem Absatz kehrt und verschwindet hinter der Theke, während sie murmelt: "Oh mein Gott.."
Ich, die sich noch nicht von dem Schock erholt hat, erwischt zu werden, und noch nicht für den Schock bereit ist, zu sehen, wer sie gerettet hat, bleibe erstmal regungslos stehen und hole tief Luft.
Hinter mir höre ich ein Räuspern und die Worte: " Ist alles in Ordnung mit dir?"
Ich schließe die Augen und drehe mich um. Ich öffne sie wieder, nur um den mit Abstand geilsten Jungen zu sehen, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe. Mein Blick wandert von oben nach unten und ich sauge alles an ihm in mich auf: von seinen schwarzen Nikes und der grauen Chino-Hose über den Superdry-Pulli bis hin zu seinem süßen Grinsen, das auch seine wunderschönen dunkelbraunen Augen erreicht. Ich nehme alles von ihm wahr, sein niedliches Gesicht, in das seine perfekt gestylten, braunen Haare fallen, die er unter einer grauen Mütze versteckt hat. Er schaut mich an und ich schaue zurück. Ich kann mich einfach nicht von seinem süßen Blick losreißen, da öffnet er den Mund.

Die Kellnerin schaut die Person, zu der die Hand gehört an, blinzelt mindestens fünfmal und stottert: "ä-ääh, es tut mir.. Entschuldigung.. ich wusste nicht..". Sie starrt uns noch fünf Sekunden lang an, macht auf dem Absatz kehrt und verschwindet hinter der Theke, während sie murmelt: "Oh mein Gott.."
Ich, die sich noch nicht von dem Schock erholt hat, erwischt zu werden, und noch nicht für den Schock bereit ist, zu sehen, wer sie gerettet hat, bleibe erstmal regungslos stehen und hole tief Luft.
Hinter mir höre ich ein Räuspern und die Worte: " Ist alles in Ordnung mit dir?"
Ich schließe die Augen und drehe mich um. Ich öffne sie wieder, nur um den mit Abstand geilsten Jungen zu sehen, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe. Mein Blick wandert von oben nach unten und ich sauge alles an ihm in mich auf: von seinen schwarzen Nikes und der grauen Chino-Hose über den Superdry-Pulli bis hin zu seinem süßen Grinsen, das auch seine wunderschönen dunkelbraunen Augen erreicht. Ich nehme alles von ihm wahr, sein niedliches Gesicht, in das seine perfekt gestylten, braunen Haare fallen, die er unter einer grauen Mütze versteckt hat. Er schaut mich an und ich schaue zurück. Ich kann mich einfach nicht von seinem süßen Blick losreißen, da öffnet er den Mund.

Sunday, November 27, 2011
Kapitel 4 :)
Ich hasse es hier. Ich hasse einfach alles hier. Ich hasse Torben, den Penner, mit dem dreckigen, verschwitzten Achselshirt und den Boxershorts, die er bestimmt schon seit zwei Monaten trägt. Ich hasse seine kleinen, frechen, nervtötenden, kreischenden Drecksgören. Ich hasse das Haus, oder besser, die Bruchbude, die ungefähr halb so groß ist wie unser altes Haus und vermüllt, alt und dreckig ist. Ich hasse es.
Wir sind erst vor einer Stunde angekommen und ich habe mein neues "Zuhause" schon längst hinter mir gelassen. Ein Blick in den Müllhaufen hat mir gereicht, ich bin sofort abgehauen. Ich habe gesehen, wie Torben mir nachrennen wollte, aber Mama hat ihn besänftigt:" Ach lass gut sein, die beruhigt sich schon wieder."
Jetzt sitze ich im Café "Malaga" in Berlin, ohne Geld und ohne Plan. Natürlich werde ich irgendwann wieder zurück zu meinem neuen "Dad" müssen, aber vorerst brauche ich ein bisschen Abstand. Ich ziehe die Beine an und kuschel mich tiefer in die bordeaux-farbene Eckbank. Auf einmal kommt eine brünette Bedienung zu mir herüber und fragt mich mit schlecht gefaketem Lächeln: "Was kann ich ihnen bringen?" Ich sage aus einem Impuls heraus: "Einen Schoko-Mandel-Frappiato bitte." Was rede ich da?! Sowas gibts doch gar nicht! Doch die Bedienung meint: "Kommt sofort", kritzelt etwas auf ihren Block und verschwindet. Wow, in Berlin gibts wohl echt alles :D
Doch dann kommt die Gewissheit. "Scheiße, Marie, was machst du denn? Wie willst du das denn bitte bezahlen?" Doch da kommt die Bedienung schon wieder, knallt mir das braun-weiße Getränk auf den Tisch und verpulverisiert sich. Ich nehme das Glas und nippe daran. Oh mein Gott, ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie etwas getrunken, das so lecker schmeckt!
Also sitze ich eine halbe Ewigkeit in diesem Café und trinke dieses Getränk, das ich nicht bezahlen kann.
Als ich den letzten Schluck ausgetrunken habe, stehe ich auf, und versuche mich unauffällig an der Kellnerin vorbeizumogeln. Doch wie es das Schicksal so will, sieht sie mich im letzten Moment und schreit:" He du! Wie wärs mit bezahlen, du Pennerin?!" Sie kommt auf mich zu und baut sich herausfordernd vor mir auf. "3,50 €, aber dalli!" Mir wird heiß und kalt zugleich, Panik steigt in mir auf. "I-ich habe kein Geld dabei.." , stammele ich. "Was? Willst du mich verarschen!? Was willst du bitte ohne Geld in nem Café?? Wieso hast du kein Geld dabei?" Da legt sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter..
Wir sind erst vor einer Stunde angekommen und ich habe mein neues "Zuhause" schon längst hinter mir gelassen. Ein Blick in den Müllhaufen hat mir gereicht, ich bin sofort abgehauen. Ich habe gesehen, wie Torben mir nachrennen wollte, aber Mama hat ihn besänftigt:" Ach lass gut sein, die beruhigt sich schon wieder."
Jetzt sitze ich im Café "Malaga" in Berlin, ohne Geld und ohne Plan. Natürlich werde ich irgendwann wieder zurück zu meinem neuen "Dad" müssen, aber vorerst brauche ich ein bisschen Abstand. Ich ziehe die Beine an und kuschel mich tiefer in die bordeaux-farbene Eckbank. Auf einmal kommt eine brünette Bedienung zu mir herüber und fragt mich mit schlecht gefaketem Lächeln: "Was kann ich ihnen bringen?" Ich sage aus einem Impuls heraus: "Einen Schoko-Mandel-Frappiato bitte." Was rede ich da?! Sowas gibts doch gar nicht! Doch die Bedienung meint: "Kommt sofort", kritzelt etwas auf ihren Block und verschwindet. Wow, in Berlin gibts wohl echt alles :D
Doch dann kommt die Gewissheit. "Scheiße, Marie, was machst du denn? Wie willst du das denn bitte bezahlen?" Doch da kommt die Bedienung schon wieder, knallt mir das braun-weiße Getränk auf den Tisch und verpulverisiert sich. Ich nehme das Glas und nippe daran. Oh mein Gott, ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie etwas getrunken, das so lecker schmeckt!
Also sitze ich eine halbe Ewigkeit in diesem Café und trinke dieses Getränk, das ich nicht bezahlen kann.
Als ich den letzten Schluck ausgetrunken habe, stehe ich auf, und versuche mich unauffällig an der Kellnerin vorbeizumogeln. Doch wie es das Schicksal so will, sieht sie mich im letzten Moment und schreit:" He du! Wie wärs mit bezahlen, du Pennerin?!" Sie kommt auf mich zu und baut sich herausfordernd vor mir auf. "3,50 €, aber dalli!" Mir wird heiß und kalt zugleich, Panik steigt in mir auf. "I-ich habe kein Geld dabei.." , stammele ich. "Was? Willst du mich verarschen!? Was willst du bitte ohne Geld in nem Café?? Wieso hast du kein Geld dabei?" Da legt sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter..
Kapitel 3 :)
Tagsüber passiert nichts Besonderes. Ich packe meine Sachen fertig, rede kein Wort mit meiner Mama und hänge am Laptop.
Ich bin immer noch frustriert. Aber so langsam finde ich mich mit meiner Situation ab. Was will ich denn auch machen? Bei Papa bleiben kann ich nicht, ich hab schon mit ihm geredet. 1. Er kann sich das Haus alleine nicht leisten & 2. Er will es nicht. Er hat es mir genau so gesagt. Und zwar in der Reihenfolge. Ich weiß echt nicht, was ich für Assi-Eltern habe. Bei denen schockt mich glaub nichts mehr :x
Auf jeden Fall schau ich mir gerade im Internet meine neue Schule an und ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Ich dachte, Berlin wäre etwas Besonders, aber in Wirklichkeit sieht es genauso aus wie hier.
Morgen gehts los :/ Ich hab ein flaues Gefühl im Magen.. Ich will nicht, dass es passiert, aber irgendwie doch, denn die Stunden ziehen sich wie Kaugummi und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich wähle die Nummer meiner besten Freundin Kayla. Es tutes einmal, zweimal, dreimal, Dann, endlich, höre ich ihre Stimme: " Ja?"
Ich weiß zuerst nicht, was ich sagen soll, doch dann sprudelt alles aus mir heraus. Doch mitten im Satz unterbricht mich Kayla auf einmal. "Ääh, Marie, ich kann grad nicht, mein Freund ist da, du weißt schon. Ich ruf dich später an. Ciao."
Völlig entgeistert höre ich zu, wie es in der Leitung still wird und irgendwann das regelmäßige Tuten einsetzt, das mir beweist, dass Kayla aufgelegt hat. Sie hat mich mitten im Satz unterbrochen und aufgelegt. AUFGELEGT! Ich habe das Gefühl, dass mich irgendwie alle verarschen wollen. Erst meine Eltern, jetzt Kayla, Ich glaube, der liebe Gott hat ein bisschen zuviel getrunken..
Ich muss mir eine Träne verdrücken. Nein, wegen so einer Bitch fängst du sicher nicht das Heulen an, sage ich mir streng.
Ich reiße mich zusammen und lese weiter die völlig übertrieben Schilderung der ach so wundervollen Lehrkräfte der Einstein-Realschule in Berlin.
Ich bin immer noch frustriert. Aber so langsam finde ich mich mit meiner Situation ab. Was will ich denn auch machen? Bei Papa bleiben kann ich nicht, ich hab schon mit ihm geredet. 1. Er kann sich das Haus alleine nicht leisten & 2. Er will es nicht. Er hat es mir genau so gesagt. Und zwar in der Reihenfolge. Ich weiß echt nicht, was ich für Assi-Eltern habe. Bei denen schockt mich glaub nichts mehr :x
Auf jeden Fall schau ich mir gerade im Internet meine neue Schule an und ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Ich dachte, Berlin wäre etwas Besonders, aber in Wirklichkeit sieht es genauso aus wie hier.
Morgen gehts los :/ Ich hab ein flaues Gefühl im Magen.. Ich will nicht, dass es passiert, aber irgendwie doch, denn die Stunden ziehen sich wie Kaugummi und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich wähle die Nummer meiner besten Freundin Kayla. Es tutes einmal, zweimal, dreimal, Dann, endlich, höre ich ihre Stimme: " Ja?"
Ich weiß zuerst nicht, was ich sagen soll, doch dann sprudelt alles aus mir heraus. Doch mitten im Satz unterbricht mich Kayla auf einmal. "Ääh, Marie, ich kann grad nicht, mein Freund ist da, du weißt schon. Ich ruf dich später an. Ciao."
Völlig entgeistert höre ich zu, wie es in der Leitung still wird und irgendwann das regelmäßige Tuten einsetzt, das mir beweist, dass Kayla aufgelegt hat. Sie hat mich mitten im Satz unterbrochen und aufgelegt. AUFGELEGT! Ich habe das Gefühl, dass mich irgendwie alle verarschen wollen. Erst meine Eltern, jetzt Kayla, Ich glaube, der liebe Gott hat ein bisschen zuviel getrunken..
Ich muss mir eine Träne verdrücken. Nein, wegen so einer Bitch fängst du sicher nicht das Heulen an, sage ich mir streng.
Ich reiße mich zusammen und lese weiter die völlig übertrieben Schilderung der ach so wundervollen Lehrkräfte der Einstein-Realschule in Berlin.
Kapitel 2 :)
Es ist meine kleine Schwester. Sie sieht nicht wirklich betroffen aus, wahrscheinlich hat sie noch nicht richtig verstanden, was hier abgeht. Sie krabbelt zu mir aufs Bett, schmiegt sich an mich und flüstert: "Du musst nicht weinen, Marie. Es wird alles wieder gut." Ich muss lächeln. Manchmal ist meine kleine Schwester gar nicht so schlecht. :)
Es klopft. Ich sehe den Kopf meiner Mutter und kurz darauf drei große Kisten. Sie sagt:" Pack bitte bis morgen dein Zeug da rein." und verschwindet. Der Zorn von vorhin wallt wieder in mir auf. Um nicht laut loszuschreien, kralle ich meine Hand so fest, wie ich nur kann, in mein Kissen. Bella legt mir beruhigend ihre Hand auf meine und schaut mich besorgt aus großen braunen Rehaugen an. Ich atme tief durch, stehe auf, und schmeiße alles, was ich in die Finger kriege, in eine der Kisten. Bella kommt zu mir rüber und ohne ein Wort, fängt sie an, mir zu helfen. Und so räumen wir zusammen mein Zimmer leer, bis in die Nacht hinein. In dieser Nacht schläft sie in meinem Bett, direkt neben mir. Normalerweise hätte ich mir an den Kopf gelangt und gesagt: "Bin ich eigentlich mental zurückgeblieben?" , aber heute ist es anders. Heute brauche ich die Nähe eines Menschens, den ich liebe.
Es klopft. Ich sehe den Kopf meiner Mutter und kurz darauf drei große Kisten. Sie sagt:" Pack bitte bis morgen dein Zeug da rein." und verschwindet. Der Zorn von vorhin wallt wieder in mir auf. Um nicht laut loszuschreien, kralle ich meine Hand so fest, wie ich nur kann, in mein Kissen. Bella legt mir beruhigend ihre Hand auf meine und schaut mich besorgt aus großen braunen Rehaugen an. Ich atme tief durch, stehe auf, und schmeiße alles, was ich in die Finger kriege, in eine der Kisten. Bella kommt zu mir rüber und ohne ein Wort, fängt sie an, mir zu helfen. Und so räumen wir zusammen mein Zimmer leer, bis in die Nacht hinein. In dieser Nacht schläft sie in meinem Bett, direkt neben mir. Normalerweise hätte ich mir an den Kopf gelangt und gesagt: "Bin ich eigentlich mental zurückgeblieben?" , aber heute ist es anders. Heute brauche ich die Nähe eines Menschens, den ich liebe.
Thursday, November 24, 2011
Kapitel 1 :)
Hee :)
Ich sollte mich vielleicht erstmal vorstellen. Ich bin Marie. Stolze 15 Jahre alt (okay, zwar erst in 2 Monaten, aber FAST :D), und mit einer nervigen kleinen Schwester ( Isabella, 7, wird von allen Bella genannt) und kleinen Titten ausgestattet.
Die sind sowieso mein größtes Problem, gerade jetzt in der 9. Klasse, wenn das so ziemlich alles ist, worauf Jungs achten. Aber zu meiner nicht vorhandenen Oberweite später. Jetzt will ich euch meine Geschichte erzählen.
So ziemlich genau vor einer Stunde kam meine Mutter ohne Anzuklopfen in mein Zimmer und sagte: "Marie, wir ziehen weg."
Ich war erstmal völlig perplex. Ich dachte mir nur: "Was? Will die mich etwa verarschen?" Aber nein, es war ihr vollster Ernst. Ich fragte erstmal ganz vorsichtig: "Was?" Wahrscheinlich, um es endlich loszubekommen, sprudelte aus meiner Mutter innerhalb einer Minute ein Wortschwall heraus, für den ich mindestens drei Wordseiten mit Schriftgröße 10 gebraucht hätte. Zusammendfassend erzählte sie mir, dass sie übers Internet einen Mann aus Berlin kennengelernt hatte. Er hieß Torben, war alleinerziehender Vater von drei Kindern und hat in Charlottenburg ein eigenes Haus.
Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass heute nicht der erste April ist. Auch in ihrem Gesicht war keine Spur von Belustigung zu sehen. Sie meinte es todernst.
"Und..Papa?", fragte ich mit zittriger Stimme.
"Er bleibt hier."
"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du verlässt Papa wegen so einem Penner, den du nur übers Internet kennst? Was bist du nur für ein Mensch?!", schrie ich.
Sie schaute mich entschuldigend an und versuchte sich rauszureden: "Schatz, du verstehst das nicht, ich liebe ihn.. Das mit Papa.. Das war schon lange vorbei. Für mich jedenfalls."
Ich starrte sie ungläubig an:" Wie kannst du nur so ein Arschloch dem Mann vorziehen, mit dem du zwei Kinder hast!? Ich hasse dich!"
"Marie, mein Schätz-", setzte sie an, doch ich fiel ihr ins Wort. "Ich bin nicht dein verficktes Schätzchen, okay?", brüllte ich, fügte noch ein wütendes "Ich hasse dich!" hinzu und rannte in mein Zimmer. Ich knallte die Tür mit voller Wucht zu und ließ mich aufs Bett fallen. Die Wut, die die Tränen zurückgehalten hatte, ebbt mit der Zeit ab und ich spüre, wie sich meine Augen mit Flüssigkeit füllen. Ich lasse der Trauer freien lauf und liege die nächsten 20 Minuten eingekugelt auf meinem Bett und heule wie ein Wasserfall. Mein Kissen ist nass und schwarz. Ich denke, dass ich heute wasserfeste Mascara hätte benutzen sollen, aber was solls..
Und jetzt lieg ich auf meinem Schminke-verschmierten Bettlaken und schluchze vor mich hin, als ich die Tür öffnet..
Fortsetzung folgt..
Ich sollte mich vielleicht erstmal vorstellen. Ich bin Marie. Stolze 15 Jahre alt (okay, zwar erst in 2 Monaten, aber FAST :D), und mit einer nervigen kleinen Schwester ( Isabella, 7, wird von allen Bella genannt) und kleinen Titten ausgestattet.
Die sind sowieso mein größtes Problem, gerade jetzt in der 9. Klasse, wenn das so ziemlich alles ist, worauf Jungs achten. Aber zu meiner nicht vorhandenen Oberweite später. Jetzt will ich euch meine Geschichte erzählen.
So ziemlich genau vor einer Stunde kam meine Mutter ohne Anzuklopfen in mein Zimmer und sagte: "Marie, wir ziehen weg."
Ich war erstmal völlig perplex. Ich dachte mir nur: "Was? Will die mich etwa verarschen?" Aber nein, es war ihr vollster Ernst. Ich fragte erstmal ganz vorsichtig: "Was?" Wahrscheinlich, um es endlich loszubekommen, sprudelte aus meiner Mutter innerhalb einer Minute ein Wortschwall heraus, für den ich mindestens drei Wordseiten mit Schriftgröße 10 gebraucht hätte. Zusammendfassend erzählte sie mir, dass sie übers Internet einen Mann aus Berlin kennengelernt hatte. Er hieß Torben, war alleinerziehender Vater von drei Kindern und hat in Charlottenburg ein eigenes Haus.
Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass heute nicht der erste April ist. Auch in ihrem Gesicht war keine Spur von Belustigung zu sehen. Sie meinte es todernst.
"Und..Papa?", fragte ich mit zittriger Stimme.
"Er bleibt hier."
"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du verlässt Papa wegen so einem Penner, den du nur übers Internet kennst? Was bist du nur für ein Mensch?!", schrie ich.
Sie schaute mich entschuldigend an und versuchte sich rauszureden: "Schatz, du verstehst das nicht, ich liebe ihn.. Das mit Papa.. Das war schon lange vorbei. Für mich jedenfalls."
Ich starrte sie ungläubig an:" Wie kannst du nur so ein Arschloch dem Mann vorziehen, mit dem du zwei Kinder hast!? Ich hasse dich!"
"Marie, mein Schätz-", setzte sie an, doch ich fiel ihr ins Wort. "Ich bin nicht dein verficktes Schätzchen, okay?", brüllte ich, fügte noch ein wütendes "Ich hasse dich!" hinzu und rannte in mein Zimmer. Ich knallte die Tür mit voller Wucht zu und ließ mich aufs Bett fallen. Die Wut, die die Tränen zurückgehalten hatte, ebbt mit der Zeit ab und ich spüre, wie sich meine Augen mit Flüssigkeit füllen. Ich lasse der Trauer freien lauf und liege die nächsten 20 Minuten eingekugelt auf meinem Bett und heule wie ein Wasserfall. Mein Kissen ist nass und schwarz. Ich denke, dass ich heute wasserfeste Mascara hätte benutzen sollen, aber was solls..
Und jetzt lieg ich auf meinem Schminke-verschmierten Bettlaken und schluchze vor mich hin, als ich die Tür öffnet..
Fortsetzung folgt..
Subscribe to:
Posts (Atom)





