Friday, December 30, 2011

Kapitel 28 :)

Schläfrig öffne ich die Augen. Ich liege unter zig Wolldecken vergraben auf einer Matratze in Arianas kleinem Gartenhäuschen. Sie selbst konnte leider nicht hier schlafen, damit ihre Eltern keinen Verdacht schöpfen. Ich schaue auf mein Handy. 7:38 Uhr. Warum zur Hölle wache ich immer so früh auf? Naja, einschlafen kann ich jetzt sowieso nicht mehr, also ziehe ich mich an und gehe nach draußen. Vielleicht hilft mir ein Spaziergang, einen klaren Kopf zu bekommen. Ich laufe eine Weile, bis ich im Park angelangt bin. Dort gehe ich in meinen altbekannten Pavillion. Ich lehne mich an die Wand und lausche dem Zwitschern der Vögel. Da fällt mir ein, dass ich heute Geburtstag habe. Haha, wie witzig! Gerade an meinem Geburtstag bin ich so alleine wie noch nie. Ich werde traurig. Doch bevor mir eine Träne entwischen kann, höre ich Stimmen. 
"...weiß nicht, wo sie ist. Ich meine, was ist, wenn sie auf der Straße schläft? Wenn ihr etwas zugestoßen ist?" 
"Ach komm, Alter. Sie ist auch nur eine von vielen, scheiß doch auf die Bitch." Die eine Stimme kommt mir irgendwie bekannt vor. 
"Aber Max! Ich liebe sie. Und heute ist ihr Geburtstag.." 
Ist das möglich..? Ich spähe durch das Fenster des Pavillions und sehe zwei männliche Personen, die mir den Rücken zugewandt haben. Der eine sieht wirklich aus wie Raphi.. Aber vielleicht ist das auch nur ein Zufall. Vielleicht treffe ich hier auch ganz einfach noch einen Jungen, dessen (Ex-)Freundin obdachlos ist und heute Geburtstag hat. In Berlin kann ja alles sein..
Ich höre weiter zu.
"Raphael, jetzt denk doch mal nach. Sie liebt dich doch nicht wirklich, wenn sie dich sofort verlässt, nur weil sie sieht, wie du und ihre beste Freundin euch umarmt?"
"Mann, ich hätte das niemals tun dürfen. Es musste ja so kommen. Aber Robyn und ich haben ja wirklich nur ein Geburtstagsgeschenk für Marie organisiert. Ich würde sie doch niemals betrügen!" Oh mein Gott, er ist es wirklich! Und.. Was er da gesagt hat.. Ich kann es nicht fassen! 
Ich beobachte, wie sich die beiden auf eine Bank setzen . Raphael vergrätbt sein Gesicht in seinen Händen und Max legt ihm eine Hand auf die Schulter und redet auf ihn ein. Doch der Wind hat sich gedreht, sodass ich nichts mehr verstehen kann. Also stehe ich vorsichtig auf und laufe langsam näher zu der Bank, auf der die beiden sitzen.


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Für Celi weil ich sie einfach liebe <33

Thursday, December 29, 2011

Kapitel 27 :)

Also sitzen wir jetzt in einem kleinen gemütlichen Café vor zwei Cappuccinos und zerbrechen uns die Köpfe darüber, wie es mit mir weitergehen soll. Ursprünglich wollte Ariana ins Starbucks gehen, aber ich habe Angst, dass es mich dort an gestern erinnert und das will ich auf keinen Fall. 
"Und.. was genau ist eigentlich gestern Nacht passiert?", fragt Ariana, also erzähle ihr ihr die ganze Geschichte. Im Nachhinein ist es eigentlich ganz schön lustig. Gerade als ich bei der Stelle bin, an der ich im Türrahmen stand und Ana's nackten Eltern erklärt habe, dass ich eigentlich das Klo suche, bricht sie in schallendes Gelächter aus. Ich schaue mich peinlich berührt um, doch niemand scheint sich gestört zu fühlen. Als lache ich leise mit. Nach einiger Zeit kichert sie nur noch und schon bald verebbt ihre Lachsalve. Ich erhebe die Stimme, doch da fängt sie schon wieder zu lachen an. Ich warte kurz und sie entschuldigt sich grinsend. "Ich-", setze ich an, doch sie kann einen nächsten Lachflash nicht unterdrücken. Ich setze meinen "Willst-du-mich-verarschen-Blick" auf und sie atmet tief durch und versucht sich wieder einzukriegen. Langsam beruhigt sie sich und sieht mich dann ernst an. "Tut mir leid, Marie..", sagt sie schuldbewusst und beißt dabei auf ihre Unterlippe. "Schon okei, ist ja auch irgendwie lustig, die Situation.", sage ich lächelnd.
"Aber auch nur irgendwie..", erwidert Ana. 
Ich seufze. Irgendwie.. Irgendwie ist das richtige Wort. Irgendwie ist mein Leben gerade wie eine Achterbahn. Es geht mal rauf und mal runter. Jetzt gerade sind die kleinen bunten Waggons seehr tief unten. Ich frage mich nur, ob sie überhaupt genug Schwung haben, um jemals wieder hinaufzusteigen..?
Da springt Ariana auf einmal auf. Ich schaue sie erschrocken an. Sie fasst sich an den Kopf und fragt: "Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen?" Mein Gesicht muss wohl ein einziges Fragezeichen sein, denn sie erklärt: "Ich weiß, wo du schlafen kannst!" 
"Wirklich?" Mein Herz rast. Ich muss nicht auf der Straße pennen!
"Weißt du, wir haben einen Schrebergarten etwas außerhalb. Ich habe den Schlüssel dafür und meine Eltern schauen da nicht so oft vorbei.. Ich meine, das Gartenhäuschen ist zwar klein, aber besser als nichts, oder?"


Wednesday, December 28, 2011

Kapitel 26 :)

Wortlos stochere ich in meinem Rührei herum. Ich traue mich nicht aufzublicken, die ganze Situation ist einfach so unglaublich peinlich. Gestern, als ich nach dem pikanten Unfall schnell wieder in Arianas Zimmer gelaufen bin, konnte ich nicht mehr einschlafen. Also habe ich die ganze Nacht lang Sms von Raphael angeschaut und geheult. 
Anas Vater räuspert sich. Ich blicke verlegen auf und er sagt: "Ich möchte nicht, dass du weiterhin bei uns wohnst, Marie. Nichts gegen dich, es ist nur.. Was letzte Nacht passiert ist.. Es ist mir sehr unangenehm.."
Ariana fragt: "Was? Gestern Nacht? Hab ich vielleicht irgendwas verpasst?!" Da legt ihr Luca die Hand auf die Schulter und flüstert ihr grinsend etwas ins Ohr. Daraufhin wird sie rot, aber sie beruhigt sich schnell wieder. Erst dann schreit sie los: "Du wirfst Marie raus, wei l sie euch beim Ficken erwischt hat?!"
Da schreitet Frau Koslowski (Arianas Mum) ein. "Rede nicht in so einem Ton mit deinem Vater, mein Fräulein!"
Ich frage entgeistert: "Ist das ihr Ernst? Ich darf hier nicht mehr wohnen, wegen.. gestern?!"
Anas Vater erwidert: "Ich möchte nunmal nicht, dass hier bei uns deswegen so eine.. angespannte Atmosphäre ist." 
"Das kannst du nicht machen!" faucht meine Freundin ihren Vater an. Er schaut sie nur kalt an. "Keine weitere Diskussion. Packt jetzt bitte Maries Sachen."
Ana springt auf und stößt dabei ihren Stuhl um. Sie packt meine Hand und keift gehässig in Richtung ihrer Eltern: "Komm Marie, wir gehen. Hier sind wir nicht mehr erwünscht." Sie stapft zu ihrem Zimmer und zieht mich mit. 
Sie knallt die Tür hinter sich zu und zischt leise. Es klingt in etwa wie: "Meine beschissenen Eltern sollen sich ficken, verdammt. Ach warte, haben sie ja schon!" Trotz der schrecklichen Situation muss ich kichern. Sie grinst für einen Moment, doch dann bekommt sie wieder diesen beklommenen Gesichtsausdruck und fragt leise: "Und was machen wir jetzt?"

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Für mich, weil ichs infach auch mal verdient hab.

Tuesday, December 27, 2011

Kapitel 25 :)

Spät abends liegen wir dann in ihrem Zimmer und reden. Ich erfahre einiges, zum Beispiel, dass sie sehr auf einen Jungen aus ihrer Schule steht, sich jedoch nicht traut, ihn anzusprechen. Er heißt Marc. Irgendwoher kenne ich den Namen. Also frage ich sie, wie er weiter heißt. 
"König, wieso?" Jetzt weiß ich, woher ich ihn kenne! Es ist der Bruder von Robyn. Als Ariana meinen geschockten Blick sieht, fragt sie: "Ist was? Kennst du ihn?"
Doch ich schüttele nur den Kopf und winke ab: "Nein, nein, der Name kam mir nur bekannt vor.."
Sie wirft mir noch einen seltsamen Blick zu und fährt dann damit fort, Robyns Bruder anzuhimmeln. Nach einiger Zeit gähne ich und sie lächelt mich an. "Du bist bestimmt müde. War ein schlimmer Tag heute für dich. Gehen wir schlafen."
Ich lächle sie dankbar an und ziehe mir die Wolldecke bis zum Kinn hoch. Ana knipst das Licht aus und ich kuschle mich in die weichen Kissen. "Gute Nacht." "Schlaf gut."
...
Ich öffne die Augen. Es ist dunkel, bis auf den schwachen Mondschein, der durch das Fenster dringt. Ich muss aufs Klo, also stehe ich auf und tapse mit nackten Füßen über den Laminat in Arianas Zimmer. Die Tür knarzt, als ich sie aufdrücke.
Da ich nicht weiß, wo das Klo ist, irre ich eine Zeit lang in der Wohnung umher und entdecke dabei Küche, Vorratskammer und Wohnzimmer. Gerade will ich die nächste Tür öffnen, als ich gedämpfte Geräusche aus dem Raum höre. Zuerst nur leises Quietschen, doch auf einmal ertönt ein lautes Stöhnen, dass in einem "Shhh" und Gekicher endet. 
Ich öffne die Türe und sehe, wie sich Arianas Eltern auf dem Bett umherwälzen, bis sie mich endlich bemerken. Oh mein Gott. Ich bin eben mitten ins Schlafzimmer von Anas Eltern geplatzt, während sie gerade Sex haben! Ich spüre, wie ich einen hochroten Kopf bekomme und stammele: "W-wo finde ich die Toilette?"


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Für dich. Wer auch immer du bist :)

Kapitel 24 :)

"We found love in a hopeless place...", tönt es aus den Lautsprechern von Anas Iphone. Ich seufze. Selbst Rihanna hat es noch nicht gecheckt. Jungs sind kleine Mistkerle, ohne Ausnahme. 
Ariana schnappt sich ihr Handy, drückt auf den grünen Knopf und sagt: "Ja?" Sie steht auf und läuft umher. Ich muss grinsen. Die Angewohnheit habe ich auch. Während sie telefoniert, schaue ich mir kurz mein eigenes Handy an. 27  verpasste Anrufe?! Neun davon sind von Robyn, die restlichen alle von Raphael. Außerdem habe ich noch 16 ungelesene Nachrichten, die alle in etwa so lauten: "Schatz geh bitte an dein Handy. Lass es mich erklären! Bitte.. Ich liebe dich. Raphi <3"
Ich schalte mein Handy aus und lege es neben mich, als Ana wieder zu mir kommt. "Es war mein Vater. Er sagt, ich soll heimkommen.." Sie runzelt die Stirn und fragt: "Hast du schon einen Plan für heute Nacht? Ich meine, du kannst ja schlecht hier pennen."
"Ich weiß nicht.. Ich werde mir wohl oder übel irgendwo hier draußen einen Schlafplatz suchen müssen.."
Sie reißt entsetzt die Augen auf. "Sag mal spinnst du? Weißt du eigentlich, was da alles passieren kann? Nein, ich lasse dich sicher nicht hier in der Kälte übernachten! Du kommst mit zu mir nach Hause."
"Ana, ich glaube nicht, dass deine Eltern.." "Ach scheiß doch auf meine Eltern Marie! Ich lasse dich nicht alleine hier draußen und basta." Sie greift meine Hand und zieht mich hoch. Dann holt sie eine Haarklammer aus ihrer Tasche und steckt mir eine lose Strähne fest. 
Ariana wohnt in einem Apartment, dass sie sich mit ihren Eltern und ihrem 17-jährigen Bruder Luca teilt. Es ist zwar relativ klein, aber dennoch gemütlich und sehr süß eingerichtet. Ihr Zimmer ist in etwa so groß wie Raphis, aber sie hat nur ein Einzelbett. Deshalb haben sie und ihr Bruder für mich eine Matratze in den Raum gelegt und dann mit vielen Decken und tausenden Kissen ganz schön gemütlich gemacht. Luca ist echt nett. Er lächelt mich immer so süß an.
Arianas Eltern waren nicht sonderlich begeistert von der Idee, einer Obdachlosen eine Unterkunft anzubieten, doch Ana kann hervorragend argumentieren und schon nach 5 Minuten war alles gebongt.




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Für meinen Papa, weil er immer für mich da ist x3

Monday, December 26, 2011

Kapitel 23 :)

Ich schaue auf und sehe, wie ein Mädchen hereingerannt kommt. Sie hält sich ihre Handtasche über den Kopf, um sich vor dem Regen zu schützen. Sie ist etwa in meinem Alter, vielleicht ein Jahr älter. Sie hat langes, blondes Haar, dass ihr in sanften Wellen über den Rücken fällt. Besorgt sieht sie mich aus rehbraunen Augen an. Es ist mir peinlich, weil ich mir gerade vorkomme wie ein Penner, wie ich mit meinem verschmierten Make-up auf dem Boden hocke. Sie schüttelt ihre Tasche aus und kleine Wassertröpfchen fliegen herum. 
Sie kommt zu mir herüber und setzt sich auf den Boden neben mich, obwohl ihre beigefarbene Hose dabei schmutzig wird. Sie lächelt mich zögernd an und lehnt dann ihren Kopf gegen die Wand.
"Egal, was er gemacht hat, Schätzchen, er ist nicht eine Träne wert.", sagt sie leise. "Und übrigens, du verhunzt dir damit dein ganzes schönes Make-up.", bemerkt sie mit einem Seitenblick auf mein Gesicht.
Ich sage schüchtern: "Klingt so, als ob du das schon einmal erlebt hast." Da lacht sie. "Einmal? Ich wurde schon mindestens zehnmal verarscht. Und ich lerne es trotzdem nie." Sie seufzt. "Ein Junge hat es so leicht. Ein süßes Lächeln, ein cooler Spruch, und schon ist man ihm verfallen. Und jeder einzelne von ihnen nutzt es aus. Jungs sind einfach miese Arschlöcher."
Sie streckt mir die Hand hin. "Ich bin übrigens Ariana. Aber du kannst mich gerne Ana nennen." Ich lächle. Endlich mal eine nette, offene und freundliche Person, die nicht so hinterhältig ist! Ich hole tief Luft. "Marie."
"Nun, da wir Freundinnen sind, willst du mir vielleicht erzählen, was passiert ist?"  Sie zwinkert mir zu und ich weiß, ich kann ihr vertrauen. Ich hoffe zumindest, dass ich mich nicht schon wieder täusche. Aber ich mag ihre Art. Sie wirkt einfach unkompliziert. Und so erzähle ich ihr die ganze Geschichte. Von Anfang an. Sie hört aufmerksam zu, unterbricht mich nicht. Als ich geendet habe, nimmt sie mich nur in den Arm und meint: "Fuck."
Sie kramt in ihrem XXL-Shopper und fischt eine Packung pinkfarbener Taschentücher heraus und reicht sie mir wortlos. Dankbar nehme ich sie an mich. Ich wische mir damit übers Gesicht und ein fetter schwarzer Strich bleibt darauf haften. Als ich alles abgewischt habe, wühlt sie wieder in der knallroten Tasche und holt eine kleine schwarze Kosmetikbag hervor. Lächelnd zaubert sie Puder, Mascara, Eyeliner und co. heraus und schminkt mich einfach. Ich bin froh, dass sie versucht, mich wenigstens wieder halbwegs ansehnlich zu machen. Da klingelt ihr Handy.


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Melli ihr's weil sie die beste Sis ist ;*

Sunday, December 25, 2011

Kapitel 22 :)

Ich stehe da und kann vor Entsetzen meinen Mund nicht mehr schließen. Warum, um Gottes Willen, sitzen da Raphael und Robyn vor zwei großen Tassen Kaffee und umarmen sich innig?! Ich nehme nichts anderes um mich herum noch wahr, habe nur noch dieses grauenhaftes Bild vor Augen. Plötzlich drängelt sich ein Mann an mir vorbei und stößt mich dabei zur Seite, weil ich mitten im Eingang stehe. Ich verliere das Gleichgewicht und stürze auf einen Tisch, an dem zwei junge Mädchen sitzen. Sie kreischen, weil ihre Getränke auf dem wackelnden Tisch umkippen und über ihre Kleider laufen. 
Durch den Aufruhr bemerken Robyn und Raphael mich. Hastig trennen sie sich voneinander. In mir steigen heiße Tränen der Wut und Verzweiflung hoch, doch ich schlucke sie herunter. Ich wirbele herum und renne aus dem Café. Ich höre, wie mir Raphael hinterherruft: "Marie! Bleib hier! Es ist nicht so, wie du denkst.."
Jaja, das sagen sie immer. Jedes beschissene Mal die gleiche beschissene Ausrede. Und doch ist es IMMER so, wie man denkt. 
Ich renne und renne. Die Leute schauen mich schon so argwöhnisch an, als hätte ich gerade einen Bankraub begangen und würde vor der Polizei fliehen. Irgendwann kann ich nicht mehr, doch ich renne noch bis zum Park und lasse mich dort in einem Pavillion auf den Boden sinken. 
Erst da lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf und die Tränen rinnen mir nur so über die Wangen. ich lehne mich an die Wand, zieh die Beine, umschlinge sie mit den Armen und senke meinen Kopf auf die Knie. Mir ist kalt. 
Warum tut Raphael mir das nur an? Wie kann er sich hinter meinem Rücken mit meiner besten Freundin treffen. Doch darüber nachdenken will ich auch nicht. Mein Kopfweh wird immer schlimmer.
Das Geräusch, wie das Prasseln von Fingernägeln auf einer Tischplatte, verrät mir, dass es anfängt zu regnen. Na toll. Wenigstens bin ich hier geschützt. Da fange ich an, mir Sorgen zu machen. Wo soll ich heute denn nur schlafen? Zu Raphi kann ich ja wohl schlecht gehen, und meine Mutter würde mich auch nicht gerade warmherzig und liebevoll empfangen. Und meine einzige Freundin ist Robyn, doch die...
Meine Gedankengänge werden unterbrochen, als jemand in den Pavillion gestolpert kommt.



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Meins weil ich keine Ahnung hab, an wen ich das sonst schreiben könnte :D

Saturday, December 24, 2011

Kapitel 21 :)

Er schaut mich verwirrt an und fragt: "Was ist los Schatz?" Doch ich schüttele nur den Kopf, sage: "Nichts." und weiche seinem Blick aus. Er wendet sich ab und wischt stumm den Pfannkuchenteig vom Boden auf. Als er fertig mit Frühstück machen ist, setzt er sich zu mir an den Tisch und ich esse, ohne ihn anzusehen oder zu reden. Er versucht ein paarmal das Gespräch aufzunehmen, doch ich blocke ab. Er fragt nicht noch einmal, ob etwas sei, aber er schaut mich immer komisch an. Irgendwie.. gequält. Ganz genau so, wie er aussah, als ich im Krankenhaus lag und er sich die Schuld daran gab. Ich kriege sofort ein schlechtes Gewissen. Ich will nicht, dass Raphi wegen mir leidet! Also bemühe ich mich locker zu sein und erkundige mich, wie er geschlafen hat. Doch jetzt antwortet er nur einsilbig: "Gut." Ich zwinge mich zu lächeln, doch als er meine vezerrte Mimik sieht, zieht er nur die Augenbrauen hoch. Ich stehe hastig auf und murmle: "Ich.. geh dann mal in die Bücherei. Wegen Referat und so. Naja, bis dann." Er sagt nur: " 'kay." und steckt sich einen weiteren Löffel Frühstücksei in den Mund.
...
Seufzend lege ich das gefühlte 50.000 Seiten dicke Fachlexikon über die Evolution des Menschen auf die Seite. Mir brummt der Kopf. Wieso muss ich mir auch für die 20-minütige Präsentation so ein umfangreiches Thema aussuchen? Ich beschließe, erstmal einen Kaffee trinken zu gehen und dann weiter zu arbeiten. Das macht meinen Kopf vielleicht ein bisschen klarer. Ich nehme meine cremefarbene Handtasche vom Tisch und gehe Richtung Ausgang. 
Als ich nach draußen gehe, kommt mir ein Schwall frischer Luft entgegen und ich atme tief ein. Erst jetzt bemerke ich, wie starkes Kopfweh ich habe. Gerade überlege ich mir, in der Apotheke Aspirin zu kaufen, als ich an Starbucks vorbeilaufe. Hm, ich glaube, ich hole mir erst einen "Coffee-To-Go" und kümmere mich dann um die Tabletten. 
Als ich den Laden betrete, weht mir der Duft von Tee, Gebäck, Schokolade und natürlich Kaffee in die Nase.
Ich schwanke in Gedanken zwischen dem Cranberry White Mocha Frappuccino und dem Iced Kakao-Cappuccino, doch als ich sehe, wer da auf dem weich gepolsterten schwarzen Ecksofa sitzt, vergeht mir der Appetit.




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Vera ihrs, weil sie mir gerade das beste Weihnachtsgeschenk überhaupt gemacht hat. Ich liebe dich ;*

Friday, December 23, 2011

Kapitel 20 :)

Ich kann nicht fassen, was da auf dem Bildschirm steht. Ich muss die Sms von: "Robyn <3" mehrmals durchlesen, bis ich glauben kann, dass da wirklich steht:


heyo :)
war heute echt cool, du hast so gute ideen :o
auf jeden fall hatten wir viiieeel zu wenig zeit :D
sehen wir uns morgen wieder? Ich freu mich schon <3
rob :*


Ich stehe da und atme hysterisch. Läuft da etwa was zwischen den beiden? Ich schaue rüber zu Raphael, wie er da so unschuldig auf seinem Bett liegt und fange an zu weinen. Was, wenn er mich betrügt? Mit meiner besten Freundin! Ich versuche keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Dennoch fühle ich mich schon bei dem Gedanken daran unwohl, mit Raphi in einem Bett zu schlafen, wenn es sein könnte.. dass er es schon mit Robyn geteilt hat! Nein, sowas darf ich nicht denken! Die Tränen kullern ohne Unterbrechung und mit einem Schluchzer schnappe ich mir mein Handy und meine Klamotten und renne in mein Zimmer. Ich lasse mich aufs Bett fallen und fühle mich komplett allein gelassen.
Am nächsten Tag wache ich auf und muss lachen, weil ich so einen seltsamen Traum hatte. Doch dann schaue ich neben mich und merke, dass ich nicht neben Raphael im Bett liege, sondern ganz allein im Gästezimmer und ich realisiere, dass alles Wirklichkeit ist und kein Traum. Ich atme tief durch und steige zögernd aus dem Bett. Ich frage mich, was Raphi gerade macht. Ich muss aufs Klo, also öffne ich die Türe und laufe ins Badezimmer, als ich aus der Küche Geschirr klappern höre. Ich gehe hinein und sehe, wie Raphael gerade versucht, Pfannkuchen zu wenden und dabei den Tisch zu decken. Erst da bemerkt er mich und als er zu mir sieht, achtet er nicht auf die Pfanne in seiner Hand und der Teig fließt hinaus. Ich muss lachen und er stellt die Pfanne weg und kommt auf mich zu. Doch als er mich küssen will, drehe ich den Kopf zur Seite.




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Mishka seins weil er's grad nicht leicht hat. <3

Thursday, December 22, 2011

Kapitel 19 :)

"Was würde dir denn gefallen?"
"Ist mir doch egal.", brumme ich ins Kissen hinein. In seiner Stimme höre ich ein Lächeln heraus, als er sagt: "Schön, dann kann ich mir umso mehr einfallen lassen." Er gibt mir einen Gute-Nacht-Kuss und knipst das Licht aus. Er breitet seinen Arm aus und ich kuschele mich an ihn und schmiege mein Gesicht in die weiche, warme Kuhle in seinen Hals. Sekunden später schlafe ich tief und fest.
..............(ein paar Tage später :D)
Er grinst verschlagen und streckt seine dreckige Hand nach mir aus. Ich schreie, als Torbens Berührung meine Haut zu verbrennen scheint. Ich versuche wegzurennen, zu fliehen, mich zu retten, doch meine Füße sind schwer wie Blei. Er drückt mich an sich und neigt seinen Kopf zu mir-
Da schrecke ich hoch. Ich bin nassgeschwitzt und komplett desorientiert. Ich muss erst eine Weile im Raum umherschauen, bis ich realisiere, dass ich sicher im Bett neben Raphael bin und Torben nicht hier ist. Langsam beruhigt sich mein Atem und mein Herzschlag normalisiert sich wieder. Ich stehe auf uns tapse mit nackten Füßen über den anthrazitfarbenen Teppichboden in Raphaels Zimmer. Am Fenster angekommen, lehne ich meine Stirn gegen das kalte Glas. Die Kühlung ist eine wahre Wohltat für meine Kopfschmerzen und ich bleibe eine Weile so stehen. Irgendwann wird mir kalt, da ich seit dem ersten Tag jede Nacht nur eins von Raphaels Shirts trage. Also laufe ich wieder Richtung Bett, als mein Fuß plötzlich gegen etwas Hartes stößt. Ich hebe es auf und sehe dank dem gedämpften Licht der Straßenlaternen, dass durch das Fenster fällt, dass es Raphaels Blackberry ist. Ich drücke auf den "Entsperrungs-Knopf", um zu sehen, wie viel Uhr es ist. Dabei sehe ich auf dem Startbildschirm, dass eine ungelesene Nachricht vorhanden ist. Ich spüre den unbändigen Drang, diese Nachricht zu lesen, aber gleichzeitig sträubt sich alles in mir dagegen. Trotz schlechtem Gewissen tippe ich auf den Brief. Ich bin zwar noch recht verschlafen, doch das, was ich lese, macht mich sofort hellwach.



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Nelli ihr's weil sie toll ist *_*
Ab 1.500 Klicks mach ich die Kapitel doppelt so lang :)

Wednesday, December 21, 2011

Kapitel 18 :)

"Hey Raphi, komm, ich stell dir Robyn vor." Und damit ziehe ich ihn zur Tür, in der sie steht und ihn angrinst. Er lächelt und hält ihr die Hand ihn, doch sie ergreift sie, zieht ihn sich und umarmt ihn. Ich stutze. Kennen sich die beiden etwa schon? Doch dann stellt sich Raphi vor und Robyn lacht und fängt an, alles über sich zu erzählen. Ich lasse sie ein bisschen reden, doch irgendwann fällt mir ein, dass wir ja bald den Film verpassen. Sie sagt gerade: "... mein Lieblingsessen sind Cupcakes, ich liebe Pokemon und meine Lieblingsband...", als ich sie unterbreche: "Rob, wir müssen los." Sie schaut auf ihren Ring, der als Uhr dient und saugt hörbar die Luft ein. "Fuck! Komm, Marie, ich will den Film nicht verpassen!" 
Ohne sich von Raphael zu verabschieden, rennt sie los und zieht mich mit. Ich kann Raphael gerade noch einen flüchtigen Kuss geben und er ruft uns hinterher: "Viel Spaß!"
Als ich am Abend zu Raphael ins Bett falle, bin ich todmüde. Ein ganzer Tag mit der quirligen Robyn ist ganz schön anstrengend. 
"Du hast ja bald Geburtstag Schatz.", sagt Raphael. Ich drehe mich um und schaue ihn fragend an. "In genau 13 Tagen." flüstert er, stolz, dass er es so genau weiß, und gibt mir einen Kuss auf die Nase. "Was wünschst du dir denn so?" Ich stöhne, drehe mich auf die Seite und murmele: "Gar nichts."



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Weiter? :)

Tuesday, December 20, 2011

Kapitel 17 :)

Und so lebe ich mich endlich ein bisschen ein, bekomme ein eigenes Gästezimmer (das ich nie benutze, weil ich immer bei Raphael im Bett schlafe), gehe in Berlin auf die Schule und bin schließlich wieder ein kleines bisschen glücklich. In der Schule habe ich mich auch schon mit einem Mädchen angefreundett. Sie heißt Robyn. Sie war das einzige Mädchen, neben dem noch kein anderer Schüler saß, also war ich gezwungen, mich neben sie zu setzen. Komischerweise hat sie wenig Freunde, sie ist eigentlich sogar recht unbeliebt bei den anderen, obwohl sie sehr hübsch ist. Sie ist nur etwas seltsam. Seltsam in der Art, dass sie türkisfarbene Haare hat und sich sehr kindisch benimmt. Aber ich mag sie. Bei ihr fühle ich mich wohl und kann ganz ich selbst sein.
Heute gehen wir zusammen ins Kino. Raphael hat heute auch etwas vor. Als es um sieben an der Haustür klingelt, reiße ich die Tür auf und sie sieht mir schon freudestrahlend entgegen und fragt mich: "Bist du bereit..... für Breaking Dawn?!" Sie freut sich wie eine Schneekönigin über die beiden Kinokarten, die sie in der Hand hält. Ich muss grinsen und sage: "Ja, warte, ich hole nur noch schnell meine Tasche." Ich laufe in "mein" Zimmer und nehme meine Lieblingstasche von meinem Bett. Als ich wieder zur Tür laufe, sehe ich, wie Raphael gerade aus der Küche kommt.


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Weiter? :))


Monday, December 19, 2011

Kapitel 16 :)

Als ich die Augen öffne, liege ich in einem fremden Bett. Es ist dunkel. Ich stehe langsam auf und bemerke, dass ich ein weites T-Shirt anhabe, dass ich noch nie zuvor gesehen habe. Wahrscheinlich gehört es Raphael. Ich trete zum Fenster und schaue hinaus. Seltsamerweise ist mir gar nicht kalt. Ich stand eine ganze Weile so da, bis ich plötzlich spüre, wie mich jemand von hinten umarmt. Ich atme tief ein und rieche Raphaels Duft. Er riecht wie immer himmlisch.
Ich drehe meinen Kopf zu ihm und er gibt mir einen sanften Kuss auf die Stirn.  Ach, ich liebe diesen Jungen so sehr, er ist einfach nur der Hammer!
Ich lächle ihn an und frage: "Was war denn gestern los?" Er bekommt einen seltsamen Gesichtsausdruck und antwortet mit belegter Stimme: "Als du eingeschlafen bist, habe ich meine Mutter angerufen, sie hat uns dann abgeholt. Sie meint, du kannst ein Weile hier wohnen, wenn du willst."
Innerlich fällt mir ein Stein vom Herzen. Vor Erleichterung lasse ich mich auf sein King-Size Bett fallen und er setzt sich neben mich.
"Ehm, kannst du mir bitte erklären, was ich hier anhabe?", frage ich mit hochgezogenen Augenbrauen. ER wird verlegen und murmelt: "Ich dachte.. naja.. du würdest doch bestimmt nicht in deinen Straßenklamotten schlafen wollen und ich.. ehm.. ich hab auch nicht geguckt.. und so."
Ich muss lachen. Er grinst mich an und ich kann nicht anders. Ich beuge mich zu ihm rüber und küsse ihn.




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Weiter? ;*

Thursday, December 15, 2011

Kapitel 15 :)

Es ist meine Mutter. Sie sieht erschöpft und zermürbt aus. Als sie mich sieht, ist sie überrascht. Sie kommt auf mich zu und ich denke, sie will mich umarmen, doch sie hebt ihre rechte Hand und gibt mir eine Ohrfeige. Ich schreie auf und taumele rückwärts, stolpere und falle fast die Stufen hinunter, doch Raphael fängt mich noch im letzten Moment auf. Meine Mutter schaut mich wütend an und sagt: "Was fällt dir eigentleich ein?! Einfach abhauen!"
Ich versuche es ihr zu erklären, doch sie unterbricht mich ständig. Sie meint nur, dass ich mir das vorher überlegt haben sollte. Dann greift sie in den Flur und zieht einen Müllsack hervor. Sie sagt: "Hier ist dein ganzes Zeug drin. Verschwinde!" und knallt mir die Tür vor der Nase zu. Ich schaue den Müllsack an und breche in Tränen aus. "Das kann doch wohl nicht ihr Ernst sein! Was hat dieser Torben nur aus meiner Mutter gemacht..", bringe ich zwischen mehreren Schluchzern mühsam hervor. Raphael hat sich neben mich auf die Treppe gesetzt. Er hat einen Arm um mich gelegt und streichelt mir beruhigend die Wange. 
"Was soll ich denn jetzt nur machen? Ich komme mir vor wie eine Pennerin! Ich habe kein Geld, kein Zuhause, nichts! Alles, was ich habe, ist dieser beschissene Müllsack hier!"
Raphael sagt gar nichts, er hält mich nur fest im Arm und flüstert sanft immer und immer wieder: "Shhhh. Alles wird gut, mein Engel." Und so schlafe ich ein, mit seinem Atem im Haar und seinen Worten im Ohr.




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Weiter? <3

Monday, December 12, 2011

Kapitel 14 :)

Als ich ihm die ganze Geschichte erzählt habe, schaut er ganz schuldbewusst und sagt leise: "Also.. liegst du hier eigentlich nur wegen mir."
"Nein!", sage ich so schnell es geht. "Okay, in gewisser Weise schon, aber..", versuche ich mich rauszureden, doch er unterbricht mich. 
"Es tut mir so leid!"
"Es ist doch nicht so schlimm!", beruhige ich ihn. Er schaut mich zweifelnd an. "Ich hab schon eine Idee, wie du es wieder gut machen kannst..", schmunzele ich und ziehe ihn zu mir runter. Wir küssen uns, bis irgendwann eine Schwester reinkommt und sagt, dass die Besuchszeit vorbei ist. Raphael küsst mich zum Abschied auf die Stirn und verspricht mir, dass er morgen wieder kommt.
Kaum ist er verschwunden, falle ich auch schon erschöpft in den Schlaf.
So vergeht viel Zeit, in der Raphael mich jeden Tag besucht. Meine Mutter kommt kein einziges Mal. Ich wette, sie denkt, ich wäre abgehauen oder so. Nach 2 Wochen werde ich wieder entlassen. Zuerst habe ich Angst, nach Hause zu gehen, doch Raphael unterstützt und ermutigt mich und so stehe ich vor der Haustür und klingele. Die Tür öffnet sich..




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Weiter? :)

Thursday, December 8, 2011

Kapitel 13 :)

Hysterisch keuche ich: "Nein! Torben darf nicht wissen, dass ich abhauen wollte!" Ich versuche aufzustehen, doch als ich mein rechtes Bein belaste, schreie ich vor Schmerz auf.
"Ich glaube, es ist gebrochen!"
Raphael nimmt sein Handy aus der Tasche und ruft den Krankenwagen. Ich fange an zu weinen. Es ist alles so schrecklich. Der Schock, der Beinbruch, einfach alles! Dann überrollt mich eine Welle des Schmerzes und mir wird schwarz vor Augen.
Als ich meine Augen wieder öffne, liege ich im Krankenhaus, mein Bein ist von einem dicken Gips umhüllt und liegt in einer Schlinge, die von der Decke baumelt.
Ich schaue mich um und entdecke Raphael, der auf einem Stuhl neben meinem Bett sitzt und Angry Birds spielt. Ich muss grinsen und sage: "Das mit dem Eislaufen können wir wohl vergessen, oder?!
Ich zuckt zusammen, als er meine Stimme hört und blickt auf. Er sieht mich an und lacht. "Heute? Du warst seit 18 Stunden bewusstlos. Es ist schon Samstag."
Ich bekomme Angst. "Meine Mum..?"
"Ich dachte mir, dass du bestimmt willst, dass sie nicht erfährt, was passiert ist, also habe ich sie nicht benachrichtigt und die Ärzte haben Schweigepflicht."
"Ich liebe dich.", rutscht es mir heraus. Er grinst und küsst mich sanft auf die Stirn. "Ich liebe dich auch.
Und jetzt erzähl mir endlich, warum zur Hölle du an der Regenrinne rumgeklettert bist!"


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Weiter geht's bei 800 Klicks. Ich liebe euch ;*

Wednesday, December 7, 2011

Kapitel 12 :)

Also um ehrlich zu sein habe ich mich innerlich schon von meinem Leben verabschiedet. Ich meine, mein Leben war sowieso nicht gerade der Burner, oder? Naja, mal ganz abgesehen von Raphael. Ist eigentlich schon ziemlich schade um ihn. Was? Ich verabschiede mich hier doch grad.. Mann, das Sterben verwirrt mich ganz schön. 
Ich checke mal meine Umgebung ab, doch alles was ich sehe ist.. Nichts. Überall nur Dunkelheit. Ich sehe nichts, Geschmacks und Geruchssinn sind auch außer Betrieb. Doch in meinen Ohren nehme ich etwas wahr. Wie durch Watte höre ich eine entfernt vertraute Stimme, dir immer wieder ruft: "Verdammt, jetzt wach doch auf!"
Die gedämpften Geräusche lassen meine Sinne wieder halbwegs zu sich kommen. Jetzt spüre ich einen stechenden Schmerz an den Händen und im Bein. Die Stimme wird lauter und jetzt erkenne ich sie endlich, es ist Raphaels.
Mühsam öffne ich meine Augen einen Spalt und sehe ihn, wie er über mir kniet und meine Hände zu Brei quetscht. Aha. Daher also die Schmerzen.
Ich blinzele und öffne sie ganz. Raphael keucht erleichtert auf. Ich frage mit zittriger Stimme: "W-was ist passiert?"
Er schaut mich mit großen Augen an und erklärt: "Ich hab vor dem Haus auf dich gewartet, da hab ich auf einmal jemand hinter dem Haus fluchen gehört. Da dachte ich mir, ich schau mal lieber nach und dann bist du abgestürzt und  ich war zu spät und du.." Seine Stimme bricht. Ich lächle ihn an und beruhige ihn. "Es geht mir gut, Raphael. Nichts passiert."
"Als ob!" Er zeigt auf mein Bein.
Stimmt, denke ich. Es ist ganz komisch verdreht und am Schienbein ist meine helle Hose dunkelrot verfärbt.
"Wir müssen ins Krankenhaus!", stellt Raphael mit leicht panischer Stimme fest.




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Tuesday, December 6, 2011

Kapitel 11 :)

Um kurz vor fünf am nächsten Tag bin ich fertig mich zu richten. Ich habe meine Lieblingsjeans und ein verspieltes Empire-Top angezogen, dazu sind meine Haare zu einem lockeren Dutt hochgesteckt. Ich finde, dass ich ganz akzeptabel aussehe. Eigentlich wollte ich meine nudefarbenen Pumps anziehen, aber bei der Aktion, die ich vorhabe, wären Absätze, die höher als 2 Zentimeter sind, lebensmüde.
Endlich gibt mein Handy einen Ton von sich. Die Sms ist von Raphael.


Stehe vor deiner Haustür. Wo bist du? ;*


Okay, er ist da. Los geht's! Ich hole tief Luft, öffne das Fenster und schaue hinaus. Oh mein Gott, ist das tief. 
Warum muss mein Zimmer auch im ersten Stock sein?! Ich setze einen Fuß auf das Fensterbrett, zieh den anderen nach und schwanke. Ganz ruhig, Marie. Ich umfasse die Regenrinne und lasse mich ein Stück hinuntergleiten. Es funktioniert!
Ich rutsche noch ein Stück weit hinunter, bevor ich plötzlich ruckartig stoppe. Ich komme nicht weiter. Ich schaue hoch und bemerke, dass meine Kette an einem herausstehenden Nagel hängengeblieben ist. "Scheiße.", murmle ich und versuche mich loszureißen. Doch die Kette hängt fest.
"Verdammt!", fluche ich laut. Ich versuche mit einer Hand meine Kette loszumachen, doch dabei verliere ich das Gleichgewicht.
Ich schreie und fasse nach der Regenrinne, doch es ist zu spät. Meine Füße verlieren den Halt und ich rutsche ab.




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Monday, December 5, 2011

Kapitel 10 :)

Ich schaue meine Mutter verständnislos an, und frag: "Das ist nicht dein Ernst, oder?"
Sie wirkt leicht verwirrt und schaut von Torben zu mir und wieder zurück. Doch Torben wirft ihr einen vielsagenden Blick zu und sie wird wieder ernst und entschlossen. "Damit du lernst, dass du so nicht mit deinem Vater umzugehen hast, kriegst du einen Monat Hausarrest." Ich bin fassunglos. Ich schrei: "Er ist nicht mein beschissener Vater!" Ich renne in mein Zimmer und kriege einen Heulkrampf, als mein Handy das übliche Zwitschern eines Vogels von sich gibt, das mir sagt, dass ich eine SMS bekommen habe. Sie ist von Raphael.
Er schreibt:


He Süße. :)
Hast du Lust, morgen mit mir Schlittschuh laufen zu gehn?
Raphi <3


Scheiße man. Jetzt fragt er mich nach einem Date und ich hab Hausarrest. So ein verdammter Mist aber auch!
Verzweiflung überrollt mich. Doch da kommt mir eine Idee. Schnell schreibe ich zurück:


Hei :)
Natürlich. Holst du mich so gegen fünf ab?
Marie x3


Nach kurzer Zeit zwitschert der imaginäre Vogel in meinem Handy schon wieder.


Klar, kann ich machen. Ich freue mich schon :)
Raphi ;*






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Sunday, December 4, 2011

Kapitel 9 :)

Er grinst schmierig, legt seine Hände um meine Taille und zieht mich an sich. Ich versuche mich loszureißen, doch seine Hände sind wie Schraubstöcke. Er beugt sich zu mir runter und versucht mich zu küssen. Ich schreie und trete ihm gegen das Schienbein. Er stöhnt vor Schmerz auf und lässt mich dadurch für einen kurzen Moment los. Ich befreie mich aus seinem Griff und renne in mein Zimmer. Hier traut er sich bestimmt nicht reinzukommen, wenn Bella neben mir liegt. Und ich behalte recht. Er lässt sich die ganze Nacht nicht mehr blicken.
Als ich am nächsten Morgen zum Frühstück komme. Erwartet mich meine Mum schon mit strengen Blick, während Torben ein selbstgefälliges Lächeln im Gesicht hat. Ich zögere bevor ich mich hinsetze. Ich schaue meine Mum an, lasse mich auf den Stuhl sinken und warte.
"Torben hat mir erzählt, was gestern passiert ist.", beginnt sie.
Ich runzele die Stirn. Was, er hat ihr erzählt, dass er mich angefasst hat?
"Schatz, wenn du schlecht drauf bist, rede doch mit jemandem darüber. Aber du musst Torben doch nicht verletzen!" Sie schaut ihn an, und plötzlich hat er einen ganz unschuldigen Gesichtsausdruck und senkt den Blick. Meine Mutter schaut mich vorwurfsvoll an und ich frage entgeistert: "WAS?"
Der Blick meiner Mum verdunkelt sich. "Soso, das erklärt einiges. Du warst wohl auch noch besoffen, als du es getan hast, oder?!"
Ich wende mich an Torben: "Was zur Hölle hast du ihr erzählt?"
Er blinzelt und sagt: "Nur die Wahrheit. Dass ich dir gestern Gute Nacht sagen wollte, und du mir ein Glas an den Kopf geworfen hast." Er hebt seine Haare an und grinst spöttisch, als er auf eine große Beule auf seiner Stirn zeigt. "Oder weißt du es vielleicht gar nicht mehr?"




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Saturday, December 3, 2011

Kapitel 8 :)

Ich stutze, hebe den Zettel auf und falte ihn langsam auseinander. Auf dem Zettel steht mit Kuli:


Raphael
01578925372


Oh mein Gott. Dieser Junge denkt aber auch an alles. Mir ist noch gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich nichtmal seine Nummer habe. Ich falte den Zettel wieder zusammen und lasse ihn in meine Hosentasche gleiten. Ich ziehe mich gerade um, also stehe ich nur in BH und Slip da, als sich plötzlich die Tür öffnet. Es ist Torben. "Schonmal was von Anklopfen gehört?", schnauze ich ihn an. Er lacht leise und kommt näher. "Schonmal was von Abschließen gehört?"
Oh Scheiße, stimmt. Das hab ich ja total vergessen. Ich schaue an mir runter und werde rot. Schnell schnappe ich mir mein Oberteil und bedecke mich damit. Torben macht einen Schrtt auf mich zu. Ich bekomme ein mulmiges Gefühl, als ich seinen Blick sehe. Er mustert von oben nach unten, vor allem im Po- und Brustbereich bleibt sein Blick länger als nötig stehen. Achwas, er dürfte mich normalerweise garnicht so anschauen! 
"Äh, könntest du jetzt bitte wieder gehen, ich muss mich fertig umziehen." Doch er schüttelt den Kopf und meint: "Das ist mein Haus, also auch mein Bad, ich darf hier sein wann ich will."
Ich schaue ihn nervös an und sage: "Na gut, dann gehe ich eben in mein Zimmer."
Ich will mich an ihm vorbei zur Tür bewegen, doch er versperrt mir den Weg..






Weiter? <3



Wednesday, November 30, 2011

Kapitel 7 :)

Doch irgendwann müssen wir auch mal wieder aufhören, und so rücke ich ein Stück von ihm weg, seufze und sage : "Ich muss heim, meine Mum weiß garnicht, wo ich bin.."
Er nickt und zieht mich weiter bis zum Park-Ausgang. Zum Glück habe ich die Adresse unseres neuen Hauses in mein Handy eingespeichert, sonst wär ich niemals wieder heimgekommen, weil Berlin einfach so riesig ist! 
Als wir vor der Bruchbude stehen, streicht mir Raphael die Haare aus dem Gesicht, gibt mir einen Kuss auf den Mund und flüstert: "Schlaf gut mein Engel."
Schon ist er verschwunden und ich stehe alleine im Dunkel. Ich atme tief durch, taste mich vor zur Tür und klopfe zaghaft. Nach einiger Zeit wird die Tür aufgerissen, Torben schaut mich grimmig an und blafft: "Na, kommt die feine Dame auch mal wieder heim?!"
Ich schubse ihn zur Seite und renne in mein Zimmer. Dort liegt meine kleine Schwester schon auf einer Matratze auf dem Boden. Wir müssen uns das Zimmer teilen, weil das Haus nicht groß genug für uns alle ist.
Als ich reinkomme, schreckt sie auf und murmelt. "Marie, wo warst du?" Ich mache: "Pschhhht." und sage ihr, sie soll weiterschlafen. Leise gehe ich ins Bad, um mich abzuschminken und für die Nacht zu richten, als aus Raphaels Pulli ein Zettel fällt..






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Das nächste Kapitel gibts morgen bei 200 Klicks ;*
Soll ich noch eins schreiben? :)

Kapitel 6 :)

Wir bleiben schwer atmend, vom Rennen und vom Lachen, unter einer großen Weide stehen. Raphael sieht mich an, nimmt meine Hände und sagt: "Du bist etwas ganz Besonderes, weißt du das?" Ich werde rot und senke verlegen den Blick. Er hebt sanft mein Kinn an, sodass ich ihn ansehen muss. Er schaut mich erwartungsvoll an. Ich stammele: "Ä-ääh ja, du auch.. ehm.. danke.. o-oder so.." und ruiniere damit vollkommen den Augenblick. Um seine Augen bilden sich Lachfältchen und er grinst sein zauberhaft spitzbübisches Lächeln. "Du weißt echt, wie man alles Romantische zunichte macht. Aber das macht dich sogar noch süßer.", sagt er, beugt sich zu mir runter und küsst mich.
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, schließe die Augen und erwidere den Kuss. Seine Lippen sind weich und warm. Nach einer Weile löst er seine Lippen von meinen. Ich öffne die Augen und stoße ein atemloses: "Wow." hervor. Er lacht, beugt sich erneut vor und küsst mich auf den Scheitel. Ganz vorsichtig, als wäre ich aus Porzellan. "Der Regen lässt nach. Ich sollte dich besser nach Hause bringen, bevor es dunkel wird."
Oh mein Gott, Marie, dieser Junge ist einfach nur perfekt, versau es bitte nicht, schießt mir durch den Kopf.
Also verzichte ich darauf, mich ihm an den Hals zu schmeißen und: "Heirate mich!" zu schreien, und sage stattdessen leise: "Kay.."
Den ganzen Nachhauseweg muss ich grinsen wie ein Honigkuchenpferd und ich zittere wie verrückt, obwohl mir gar nicht kalt ist. Muss wohl an der Aufregung und am Verliebtsein liegen. Ich war noch nie verliebt, deshalb weiß ich nicht, ob das womöglich die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" sein könnten, aber egal. Auf jeden Fall ist es mir echt peinlich, so zu zittern, weil Raphael ganz dicht neben mir geht und meine Hand hält. Er bemerkt es und fragt mich, ob mir kalt ist. Ich schüttele den Kopf, aber er zieht trotzdem seinen Pulli aus und hält ihn mir hin.Jetzt hat er nur noch ein schwarzes V-Ausschnitt-Shirt an und darunter zeichnen sich seine Muskeln ab. Meine Güte, ich fang ja gleich an zu sabbern! :D
Ich sage: "Nein, mir ist wirklich nicht kalt!" Doch er besteht darauf und so ziehe ich an. Er riecht nach ihm, nach einer Mischung aus seinem Parfüm und seinem eigenen Körpergeruch.
"Ist dir jetzt nicht kalt? Wir haben November!"
"Du kannst mich ja wärmen.", schlägt er grinsend vor.
Ich drehe mich zu ihm, schlinge die Arme um ihn und küsse ihn. Er murmelt: "Schon viel besser.."
Und so küssen wir uns mitten auf dem Weg im Park, während langsam die Dämmerung hereinbricht.

Tuesday, November 29, 2011

Kapitel 6 :)

"Ist das etwa deine Art, dich bei jemandem zu bedanken? Ihn so lange mustern, bis er freiwillig wieder geht?", sagt er und grinst mich an. Ich muss lachen und erwidere: "Nein, aber ich konnte es bisher auch noch nicht üben, weil ich normalerweise bezahle, wenn ich in einem Café etwas trinke."
Seine Augen blitzen auf. "Dann ist es wohl Schicksal, dass du dich gerade heute dazu entscheidest, es nicht zu tun, oder?"
Ich lächle ihn an und nicke.
Er fragt: "Und was krieg ich als der Held der Situation für eine Belohnung?"
"Auf einen Kaffee kann ich dich schlecht einladen, nicht wahr?", antworte ich.
Er schmunzelt. "Dein Name reicht aufs Erste ;D." Ich werde rot und nuschele verlegen: "Marie.." 
"Marie.." Als ich meinen Namen aus seinem Mund höre, halte ich ihn für den Schönsten der Welt. "Hast du ein bisschen Zeit?", fragt er mich, während er mir in die Augen schaut. Ich kann nur nicht sprechen, also nicke ich nur, und so führt er mich in den Park. Während wir nebeneinander langsam auf dem Kiesweg laufen, erzähle ich ihm von mir. Ich erzähle ihm, warum ich hier in Berlin bin und dass ich noch niemanden kenne, wie mein früheres Leben war und einiges mehr. Die meiste Zeit schweigt er und hört nur zu, aber ab und zu kann ich ihm sogar auch eine kleine Information über ihn herauslocken. So erfahre ich zum Beispiel, dass er Raphael heiß, aus Berlin-Mitte kommt und in Charlottenburg auf einem Skateplatz war. Und so reden und reden und reden wir, bis es auf einmal anfängt zu regnen. "Pass auf, das habe ich früher immer gemacht, wenn es geregnet hat.", erklärt er mir, bleibt stehen, legt seinen Kopf in den Nacken, öffnet den Mund weit und lässt den Reden hineinprasseln. Ich muss lachen, er lässt sich von mir anstecken und lacht laut mit. er nimmt meine Hand und zieht mich weiter. Und so rennen wir gemeinsam, lachend, Hand in Hand unter den nächsten Baum.

Kapitel 5 :)

Eine tiefe Stimme, warm und weich wie flüssiger Honig, sagt hinter mir: "Wir sind verabredet. Ich habe sie eingeladen, deshalb hat sie kein Geld dabei. Ich habe mich verspätet, tut mir leid."
Die Kellnerin schaut die Person, zu der die Hand gehört an, blinzelt mindestens fünfmal und stottert: "ä-ääh, es tut mir.. Entschuldigung.. ich wusste nicht..". Sie starrt uns noch fünf Sekunden lang an, macht auf dem Absatz kehrt und verschwindet hinter der Theke, während sie murmelt: "Oh mein Gott.."
Ich, die sich noch nicht von dem Schock erholt hat, erwischt zu werden, und noch nicht für den Schock bereit ist, zu sehen, wer sie gerettet hat, bleibe erstmal regungslos stehen und hole tief Luft.
Hinter mir höre ich ein Räuspern und die Worte: " Ist alles in Ordnung mit dir?"
Ich schließe die Augen und drehe mich um. Ich öffne sie wieder, nur um den mit Abstand geilsten Jungen zu sehen, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe. Mein Blick wandert von oben nach unten und ich sauge alles an ihm in mich auf: von seinen schwarzen Nikes und der grauen Chino-Hose über den Superdry-Pulli bis hin zu seinem süßen Grinsen, das auch seine wunderschönen dunkelbraunen Augen erreicht. Ich nehme alles von ihm wahr, sein niedliches Gesicht, in das seine perfekt gestylten, braunen Haare fallen, die er unter einer grauen Mütze versteckt hat. Er schaut mich an und ich schaue zurück. Ich kann mich einfach nicht von seinem süßen Blick losreißen, da öffnet er den Mund.

Sunday, November 27, 2011

Kapitel 4 :)

Ich hasse es hier. Ich hasse einfach alles hier. Ich hasse Torben, den Penner, mit dem dreckigen, verschwitzten Achselshirt und den Boxershorts, die er bestimmt schon seit zwei Monaten trägt. Ich hasse seine kleinen, frechen, nervtötenden, kreischenden Drecksgören. Ich hasse das Haus, oder besser, die Bruchbude, die ungefähr halb so groß ist wie unser altes Haus und vermüllt, alt und dreckig ist. Ich hasse es.
Wir sind erst vor einer Stunde angekommen und ich habe mein neues "Zuhause" schon längst hinter mir gelassen. Ein Blick in den Müllhaufen hat mir gereicht, ich bin sofort abgehauen. Ich habe gesehen, wie Torben mir nachrennen wollte, aber Mama hat ihn besänftigt:" Ach lass gut sein, die beruhigt sich schon wieder."
Jetzt sitze ich im Café "Malaga" in Berlin, ohne Geld und ohne Plan. Natürlich werde ich irgendwann wieder zurück zu meinem neuen "Dad" müssen, aber vorerst brauche ich ein bisschen Abstand. Ich ziehe die Beine an und kuschel mich tiefer in die bordeaux-farbene Eckbank. Auf einmal kommt eine brünette Bedienung zu mir herüber und fragt mich mit schlecht gefaketem Lächeln: "Was kann ich ihnen bringen?" Ich sage aus einem Impuls heraus: "Einen Schoko-Mandel-Frappiato bitte." Was rede ich da?! Sowas gibts doch gar nicht! Doch die Bedienung meint: "Kommt sofort", kritzelt etwas auf ihren Block und verschwindet. Wow, in Berlin gibts wohl echt alles :D
Doch dann kommt die Gewissheit. "Scheiße, Marie, was machst du denn? Wie willst du das denn bitte bezahlen?" Doch da kommt die Bedienung schon wieder, knallt mir das braun-weiße Getränk auf den Tisch und verpulverisiert sich. Ich nehme das Glas und nippe daran. Oh mein Gott, ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie etwas getrunken, das so lecker schmeckt!
Also sitze ich eine halbe Ewigkeit in diesem Café und trinke dieses Getränk, das ich nicht bezahlen kann.
Als ich den letzten Schluck ausgetrunken habe, stehe ich auf, und versuche mich unauffällig an der Kellnerin vorbeizumogeln. Doch wie es das Schicksal so will, sieht sie mich im letzten Moment und schreit:" He du! Wie wärs mit bezahlen, du Pennerin?!" Sie kommt auf mich zu und baut sich herausfordernd vor mir auf. "3,50 €, aber dalli!"  Mir wird heiß und kalt zugleich, Panik steigt in mir auf. "I-ich habe kein Geld dabei.." , stammele ich. "Was? Willst du mich verarschen!? Was willst du bitte ohne Geld in nem Café?? Wieso hast du kein Geld dabei?" Da legt sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter..

Kapitel 3 :)

Tagsüber passiert nichts Besonderes. Ich packe meine Sachen fertig, rede kein Wort mit meiner Mama und hänge am Laptop.
Ich bin immer noch frustriert. Aber so langsam finde ich mich mit meiner Situation ab. Was will ich denn auch machen? Bei Papa bleiben kann ich nicht, ich hab schon mit ihm geredet. 1. Er kann sich das Haus alleine nicht leisten & 2. Er will es nicht. Er hat es mir genau so gesagt. Und zwar in der Reihenfolge. Ich weiß echt nicht, was ich für Assi-Eltern habe. Bei denen schockt mich glaub nichts mehr :x
Auf jeden Fall schau ich mir gerade im Internet meine neue Schule an und ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Ich dachte, Berlin wäre etwas Besonders, aber in Wirklichkeit sieht es genauso aus wie hier.
Morgen gehts los :/ Ich hab ein flaues Gefühl im Magen.. Ich will nicht, dass es passiert, aber irgendwie doch, denn die Stunden ziehen sich wie Kaugummi und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich wähle die Nummer meiner besten Freundin Kayla. Es tutes einmal, zweimal, dreimal, Dann, endlich, höre ich ihre Stimme: " Ja?"
Ich weiß zuerst nicht, was ich sagen soll, doch dann sprudelt alles aus mir heraus. Doch mitten im Satz unterbricht mich Kayla auf einmal. "Ääh, Marie, ich kann grad nicht, mein Freund ist da, du weißt schon. Ich ruf dich später an. Ciao."
Völlig entgeistert höre ich zu, wie es in der Leitung still wird und irgendwann das regelmäßige Tuten einsetzt, das mir beweist, dass Kayla aufgelegt hat. Sie hat mich mitten im Satz unterbrochen und aufgelegt. AUFGELEGT! Ich habe das Gefühl, dass mich irgendwie alle verarschen wollen. Erst meine Eltern, jetzt Kayla, Ich glaube, der liebe Gott hat ein bisschen zuviel getrunken..
Ich muss mir eine Träne verdrücken. Nein, wegen so einer Bitch fängst du sicher nicht das Heulen an, sage ich mir streng.
Ich reiße mich zusammen und lese weiter die völlig übertrieben Schilderung der ach so wundervollen Lehrkräfte der Einstein-Realschule in  Berlin.

Kapitel 2 :)

Es ist meine kleine Schwester. Sie sieht nicht wirklich betroffen aus, wahrscheinlich hat sie noch nicht richtig verstanden, was hier abgeht. Sie krabbelt zu mir aufs Bett, schmiegt sich an mich und flüstert: "Du musst nicht weinen, Marie. Es wird alles wieder gut." Ich muss lächeln. Manchmal ist meine kleine Schwester gar nicht so schlecht. :)
Es klopft. Ich sehe den Kopf meiner Mutter und kurz darauf drei große Kisten. Sie sagt:" Pack bitte bis morgen dein Zeug da rein." und verschwindet. Der Zorn von vorhin wallt wieder in mir auf. Um nicht laut loszuschreien, kralle ich meine Hand so fest, wie ich nur kann, in mein Kissen. Bella legt mir beruhigend ihre Hand auf meine und schaut mich besorgt aus großen braunen Rehaugen an. Ich atme tief durch, stehe auf, und schmeiße alles, was ich in die Finger kriege, in eine der Kisten. Bella kommt zu mir rüber und ohne ein Wort, fängt sie an, mir zu helfen. Und so räumen wir zusammen mein Zimmer leer, bis in die Nacht hinein. In dieser Nacht schläft sie in meinem Bett, direkt neben mir. Normalerweise hätte ich mir an den Kopf gelangt und gesagt: "Bin ich eigentlich mental zurückgeblieben?" , aber heute ist es anders. Heute brauche ich die Nähe eines Menschens, den ich liebe.

Thursday, November 24, 2011

Kapitel 1 :)

Hee :)
Ich sollte mich vielleicht erstmal vorstellen. Ich bin Marie. Stolze 15 Jahre alt (okay, zwar erst in 2 Monaten, aber FAST :D), und mit einer nervigen kleinen Schwester ( Isabella, 7, wird von allen Bella genannt) und kleinen Titten ausgestattet. 
Die sind sowieso mein größtes Problem, gerade jetzt in der 9. Klasse, wenn das so ziemlich alles ist,  worauf Jungs achten. Aber zu meiner nicht vorhandenen Oberweite später. Jetzt will ich euch meine Geschichte erzählen.
So ziemlich genau vor einer Stunde kam meine Mutter ohne Anzuklopfen in mein Zimmer und sagte: "Marie, wir ziehen weg."
Ich war erstmal völlig perplex. Ich dachte mir nur: "Was? Will die mich etwa verarschen?" Aber nein, es war ihr vollster Ernst. Ich fragte erstmal ganz vorsichtig: "Was?" Wahrscheinlich, um es endlich loszubekommen, sprudelte aus meiner Mutter innerhalb einer Minute ein Wortschwall heraus, für den ich mindestens drei Wordseiten mit Schriftgröße 10 gebraucht hätte. Zusammendfassend erzählte sie mir, dass sie übers Internet einen Mann aus Berlin kennengelernt hatte. Er hieß Torben, war alleinerziehender Vater von drei Kindern und hat in Charlottenburg ein eigenes Haus.
Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass heute nicht der erste April ist. Auch in ihrem Gesicht war keine Spur von Belustigung zu sehen. Sie meinte es todernst.
"Und..Papa?", fragte ich mit zittriger Stimme.
"Er bleibt hier."
"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du verlässt Papa wegen so einem Penner, den du nur übers Internet kennst? Was bist du nur für ein Mensch?!", schrie ich.
Sie schaute mich entschuldigend an und versuchte sich rauszureden: "Schatz, du verstehst das nicht, ich liebe ihn.. Das mit Papa.. Das war schon lange vorbei. Für mich jedenfalls."
Ich starrte sie ungläubig an:" Wie kannst du nur so ein Arschloch dem Mann vorziehen, mit dem du zwei Kinder hast!? Ich hasse dich!"
"Marie, mein Schätz-", setzte sie an, doch ich fiel ihr ins Wort. "Ich bin nicht dein verficktes Schätzchen, okay?", brüllte ich, fügte noch ein wütendes "Ich hasse dich!" hinzu und rannte in mein Zimmer. Ich knallte die Tür mit voller Wucht zu und ließ mich aufs Bett fallen. Die Wut, die die Tränen zurückgehalten hatte, ebbt mit der Zeit ab und ich spüre, wie sich meine Augen mit Flüssigkeit füllen. Ich lasse der Trauer freien lauf und liege die nächsten 20 Minuten eingekugelt auf meinem Bett und heule wie ein Wasserfall. Mein Kissen ist nass und schwarz. Ich denke, dass ich heute wasserfeste Mascara hätte benutzen sollen, aber was solls.. 
Und jetzt lieg ich auf meinem Schminke-verschmierten Bettlaken und schluchze vor mich hin, als ich die Tür öffnet..
Fortsetzung folgt..