Wednesday, November 30, 2011

Kapitel 6 :)

Wir bleiben schwer atmend, vom Rennen und vom Lachen, unter einer großen Weide stehen. Raphael sieht mich an, nimmt meine Hände und sagt: "Du bist etwas ganz Besonderes, weißt du das?" Ich werde rot und senke verlegen den Blick. Er hebt sanft mein Kinn an, sodass ich ihn ansehen muss. Er schaut mich erwartungsvoll an. Ich stammele: "Ä-ääh ja, du auch.. ehm.. danke.. o-oder so.." und ruiniere damit vollkommen den Augenblick. Um seine Augen bilden sich Lachfältchen und er grinst sein zauberhaft spitzbübisches Lächeln. "Du weißt echt, wie man alles Romantische zunichte macht. Aber das macht dich sogar noch süßer.", sagt er, beugt sich zu mir runter und küsst mich.
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, schließe die Augen und erwidere den Kuss. Seine Lippen sind weich und warm. Nach einer Weile löst er seine Lippen von meinen. Ich öffne die Augen und stoße ein atemloses: "Wow." hervor. Er lacht, beugt sich erneut vor und küsst mich auf den Scheitel. Ganz vorsichtig, als wäre ich aus Porzellan. "Der Regen lässt nach. Ich sollte dich besser nach Hause bringen, bevor es dunkel wird."
Oh mein Gott, Marie, dieser Junge ist einfach nur perfekt, versau es bitte nicht, schießt mir durch den Kopf.
Also verzichte ich darauf, mich ihm an den Hals zu schmeißen und: "Heirate mich!" zu schreien, und sage stattdessen leise: "Kay.."
Den ganzen Nachhauseweg muss ich grinsen wie ein Honigkuchenpferd und ich zittere wie verrückt, obwohl mir gar nicht kalt ist. Muss wohl an der Aufregung und am Verliebtsein liegen. Ich war noch nie verliebt, deshalb weiß ich nicht, ob das womöglich die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" sein könnten, aber egal. Auf jeden Fall ist es mir echt peinlich, so zu zittern, weil Raphael ganz dicht neben mir geht und meine Hand hält. Er bemerkt es und fragt mich, ob mir kalt ist. Ich schüttele den Kopf, aber er zieht trotzdem seinen Pulli aus und hält ihn mir hin.Jetzt hat er nur noch ein schwarzes V-Ausschnitt-Shirt an und darunter zeichnen sich seine Muskeln ab. Meine Güte, ich fang ja gleich an zu sabbern! :D
Ich sage: "Nein, mir ist wirklich nicht kalt!" Doch er besteht darauf und so ziehe ich an. Er riecht nach ihm, nach einer Mischung aus seinem Parfüm und seinem eigenen Körpergeruch.
"Ist dir jetzt nicht kalt? Wir haben November!"
"Du kannst mich ja wärmen.", schlägt er grinsend vor.
Ich drehe mich zu ihm, schlinge die Arme um ihn und küsse ihn. Er murmelt: "Schon viel besser.."
Und so küssen wir uns mitten auf dem Weg im Park, während langsam die Dämmerung hereinbricht.

No comments:

Post a Comment