Hee :)
Ich sollte mich vielleicht erstmal vorstellen. Ich bin Marie. Stolze 15 Jahre alt (okay, zwar erst in 2 Monaten, aber FAST :D), und mit einer nervigen kleinen Schwester ( Isabella, 7, wird von allen Bella genannt) und kleinen Titten ausgestattet.
Die sind sowieso mein größtes Problem, gerade jetzt in der 9. Klasse, wenn das so ziemlich alles ist, worauf Jungs achten. Aber zu meiner nicht vorhandenen Oberweite später. Jetzt will ich euch meine Geschichte erzählen.
So ziemlich genau vor einer Stunde kam meine Mutter ohne Anzuklopfen in mein Zimmer und sagte: "Marie, wir ziehen weg."
Ich war erstmal völlig perplex. Ich dachte mir nur: "Was? Will die mich etwa verarschen?" Aber nein, es war ihr vollster Ernst. Ich fragte erstmal ganz vorsichtig: "Was?" Wahrscheinlich, um es endlich loszubekommen, sprudelte aus meiner Mutter innerhalb einer Minute ein Wortschwall heraus, für den ich mindestens drei Wordseiten mit Schriftgröße 10 gebraucht hätte. Zusammendfassend erzählte sie mir, dass sie übers Internet einen Mann aus Berlin kennengelernt hatte. Er hieß Torben, war alleinerziehender Vater von drei Kindern und hat in Charlottenburg ein eigenes Haus.
Ich musste erstmal auf den Kalender schauen, um mich zu vergewissern, dass heute nicht der erste April ist. Auch in ihrem Gesicht war keine Spur von Belustigung zu sehen. Sie meinte es todernst.
"Und..Papa?", fragte ich mit zittriger Stimme.
"Er bleibt hier."
"Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du verlässt Papa wegen so einem Penner, den du nur übers Internet kennst? Was bist du nur für ein Mensch?!", schrie ich.
Sie schaute mich entschuldigend an und versuchte sich rauszureden: "Schatz, du verstehst das nicht, ich liebe ihn.. Das mit Papa.. Das war schon lange vorbei. Für mich jedenfalls."
Ich starrte sie ungläubig an:" Wie kannst du nur so ein Arschloch dem Mann vorziehen, mit dem du zwei Kinder hast!? Ich hasse dich!"
"Marie, mein Schätz-", setzte sie an, doch ich fiel ihr ins Wort. "Ich bin nicht dein verficktes Schätzchen, okay?", brüllte ich, fügte noch ein wütendes "Ich hasse dich!" hinzu und rannte in mein Zimmer. Ich knallte die Tür mit voller Wucht zu und ließ mich aufs Bett fallen. Die Wut, die die Tränen zurückgehalten hatte, ebbt mit der Zeit ab und ich spüre, wie sich meine Augen mit Flüssigkeit füllen. Ich lasse der Trauer freien lauf und liege die nächsten 20 Minuten eingekugelt auf meinem Bett und heule wie ein Wasserfall. Mein Kissen ist nass und schwarz. Ich denke, dass ich heute wasserfeste Mascara hätte benutzen sollen, aber was solls..
Und jetzt lieg ich auf meinem Schminke-verschmierten Bettlaken und schluchze vor mich hin, als ich die Tür öffnet..
Fortsetzung folgt..

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