Es ist meine kleine Schwester. Sie sieht nicht wirklich betroffen aus, wahrscheinlich hat sie noch nicht richtig verstanden, was hier abgeht. Sie krabbelt zu mir aufs Bett, schmiegt sich an mich und flüstert: "Du musst nicht weinen, Marie. Es wird alles wieder gut." Ich muss lächeln. Manchmal ist meine kleine Schwester gar nicht so schlecht. :)
Es klopft. Ich sehe den Kopf meiner Mutter und kurz darauf drei große Kisten. Sie sagt:" Pack bitte bis morgen dein Zeug da rein." und verschwindet. Der Zorn von vorhin wallt wieder in mir auf. Um nicht laut loszuschreien, kralle ich meine Hand so fest, wie ich nur kann, in mein Kissen. Bella legt mir beruhigend ihre Hand auf meine und schaut mich besorgt aus großen braunen Rehaugen an. Ich atme tief durch, stehe auf, und schmeiße alles, was ich in die Finger kriege, in eine der Kisten. Bella kommt zu mir rüber und ohne ein Wort, fängt sie an, mir zu helfen. Und so räumen wir zusammen mein Zimmer leer, bis in die Nacht hinein. In dieser Nacht schläft sie in meinem Bett, direkt neben mir. Normalerweise hätte ich mir an den Kopf gelangt und gesagt: "Bin ich eigentlich mental zurückgeblieben?" , aber heute ist es anders. Heute brauche ich die Nähe eines Menschens, den ich liebe.

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