Thursday, December 15, 2011

Kapitel 15 :)

Es ist meine Mutter. Sie sieht erschöpft und zermürbt aus. Als sie mich sieht, ist sie überrascht. Sie kommt auf mich zu und ich denke, sie will mich umarmen, doch sie hebt ihre rechte Hand und gibt mir eine Ohrfeige. Ich schreie auf und taumele rückwärts, stolpere und falle fast die Stufen hinunter, doch Raphael fängt mich noch im letzten Moment auf. Meine Mutter schaut mich wütend an und sagt: "Was fällt dir eigentleich ein?! Einfach abhauen!"
Ich versuche es ihr zu erklären, doch sie unterbricht mich ständig. Sie meint nur, dass ich mir das vorher überlegt haben sollte. Dann greift sie in den Flur und zieht einen Müllsack hervor. Sie sagt: "Hier ist dein ganzes Zeug drin. Verschwinde!" und knallt mir die Tür vor der Nase zu. Ich schaue den Müllsack an und breche in Tränen aus. "Das kann doch wohl nicht ihr Ernst sein! Was hat dieser Torben nur aus meiner Mutter gemacht..", bringe ich zwischen mehreren Schluchzern mühsam hervor. Raphael hat sich neben mich auf die Treppe gesetzt. Er hat einen Arm um mich gelegt und streichelt mir beruhigend die Wange. 
"Was soll ich denn jetzt nur machen? Ich komme mir vor wie eine Pennerin! Ich habe kein Geld, kein Zuhause, nichts! Alles, was ich habe, ist dieser beschissene Müllsack hier!"
Raphael sagt gar nichts, er hält mich nur fest im Arm und flüstert sanft immer und immer wieder: "Shhhh. Alles wird gut, mein Engel." Und so schlafe ich ein, mit seinem Atem im Haar und seinen Worten im Ohr.




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Weiter? <3

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