Also um ehrlich zu sein habe ich mich innerlich schon von meinem Leben verabschiedet. Ich meine, mein Leben war sowieso nicht gerade der Burner, oder? Naja, mal ganz abgesehen von Raphael. Ist eigentlich schon ziemlich schade um ihn. Was? Ich verabschiede mich hier doch grad.. Mann, das Sterben verwirrt mich ganz schön.
Ich checke mal meine Umgebung ab, doch alles was ich sehe ist.. Nichts. Überall nur Dunkelheit. Ich sehe nichts, Geschmacks und Geruchssinn sind auch außer Betrieb. Doch in meinen Ohren nehme ich etwas wahr. Wie durch Watte höre ich eine entfernt vertraute Stimme, dir immer wieder ruft: "Verdammt, jetzt wach doch auf!"
Die gedämpften Geräusche lassen meine Sinne wieder halbwegs zu sich kommen. Jetzt spüre ich einen stechenden Schmerz an den Händen und im Bein. Die Stimme wird lauter und jetzt erkenne ich sie endlich, es ist Raphaels.
Mühsam öffne ich meine Augen einen Spalt und sehe ihn, wie er über mir kniet und meine Hände zu Brei quetscht. Aha. Daher also die Schmerzen.
Ich blinzele und öffne sie ganz. Raphael keucht erleichtert auf. Ich frage mit zittriger Stimme: "W-was ist passiert?"
Er schaut mich mit großen Augen an und erklärt: "Ich hab vor dem Haus auf dich gewartet, da hab ich auf einmal jemand hinter dem Haus fluchen gehört. Da dachte ich mir, ich schau mal lieber nach und dann bist du abgestürzt und ich war zu spät und du.." Seine Stimme bricht. Ich lächle ihn an und beruhige ihn. "Es geht mir gut, Raphael. Nichts passiert."
"Als ob!" Er zeigt auf mein Bein.
Stimmt, denke ich. Es ist ganz komisch verdreht und am Schienbein ist meine helle Hose dunkelrot verfärbt.
"Wir müssen ins Krankenhaus!", stellt Raphael mit leicht panischer Stimme fest.
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Nächstes Kapitel bei 700 Klicks :)

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