Thursday, January 19, 2012

Kapitel 43 :)

So, ihr Lieben, ich glaube das war's, was ich euch so dringend von meinem Leben erzählen wollte. Es ist schon leicht merkwürdig, wenn man darüber nachdenkt. Im Leben eines Menschen finden so viele bemerkenswerte Ereignisse statt. Sowohl gute als auch schlechte. 
Doch ich habe das Gefühl, dass Gott, als er diese Ereignisse in den Leben der Menschen verteilt hat, genau als er bei mir angelangt war, einen Schlaganfall bekommen hat und deshalb seine ach so tollen Gaben hat fallen lassen. Das ist vielleicht der Grund, weshalb mein Leben um meinen 15. Geburtstag herum so chaotisch war. Danach verlief mein Leben ruhig und entspannt. Aber vielleicht sollte ich euch erst noch erzählen, was noch passierte.
Als ich so vor dem Spiegel stehe und mein von Robyn verschönertes Spiegelbild betrachte, betritt Ana den Raum. Sobald sie mich sieht, zwingt sie sich zu einem Lächeln und streckt mir etwas entgegen. Ich sehe sie an und greife nach der dunkelblauen Bijou-Brigitte-Tüte. Ich öffne sie und zum Vorschein kommt eine silberne Halskette mit herzförmigem Medaillon. Zaghaft lächel ich Ariana an. Naja, die Kette ist zwar echt süß, aber warum sollte sie mir gerade jetzt Schmuck schenken? Doch sie bedeutet mir mit einer Geste, dass ich das Medaillon aufmachen soll.
Also tue ich es und mit schießen Tränen in die Augen. In dem kleinen Herz klebt ein Foto. Wir haben es an meinem Geburtstag gemacht. In der Mitte stehen Rapahel und ich. Wir küssen uns. Links und rechts sind Rob und Ana zu sehen, wie sie über beide Ohren grinsen und entweder Bella oder einen Becher Cola hochhalten.
Unwillkürlich lächle ich. Wie glücklich wir alle an dem Tag waren. Eine Träne kullert meine Wange hinab. Ana kommt zu mir und umarmt mich.
"Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Die Kette soll dir zeigen, wie Leid es mir tut, dass ich mich gestern so scheiße benommen habe. Wir sollten alle zusammenhalten, vor allem jetzt.." 
Wortlos schüttele ich den Kopf.  Ana ist einfach die Beste! Ich drücke sie an mich und umarme sie fest. Robyn schaut uns gespielt eifersüchtig zu und ich ziehe sie lachend am Arm. Da grinst sie und macht bei unserem Gruppenkuscheln mit.
Und wie sollte es anders sein, natürlich kommt genau in dem Moment Bella ins Zimmer. Als sie sieht, dass wir uns alle wieder vertragen haben, stürmt sie auf uns zu. Lächelnd umarme ich auch sie. 
Ich spüre, dass wir alle fast wie eine Familie sind und das gibt mir Kraft. Ich straffe meine Schultern, nehme meine kleine Schwester an der Hand und zusammen laufen wir los. Los zum Gerichtssaal, immer mit meinen beiden besten Freundinnen hinter mir.


-ENDE-


No comments:

Post a Comment